Dienstag, 21. Juli 2020

Einzelfall wirft Schatten aufs sichere Urlaubsland

„Absolut unentschuldbar, aber ein Einzelfall“, sind sich HGV-Präsident Manfred Pinzger und IDM-Präsident Hansi Pichler einig. Südtirol sei ein sicheres Tourismusland. Das belegen die Zahlen der vergangenen Wochen, und dieses Image dürfe durch das Fehlverhalten eines Einzelnen nicht zerstört werden.

Im Gadertal gehen die Wogen hoch: Im Bild der Sitz des Tourismusvereins Alta Badia.
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Im Gadertal gehen die Wogen hoch: Im Bild der Sitz des Tourismusvereins Alta Badia. - Foto: © bon
18.500 Coronatests wurden im Rahmen der Aktion „Sicheres Südtirol“ an Tourismusmitarbeitern bislang durchgeführt. Ganze 2 Tests fielen positiv aus. Einer davon bei Jan Paul Bernardi, bis der bis Montag Direktor des Tourismusvereins Badia/Abtei war.

„Absolut unentschuldbar, aber ein Einzelfall“, sind sich HGV-Präsident Manfred Pinzger und IDM-Präsident Hansi Pichler. Südtirol sei ein sicheres Tourismusland. Das belegen die Zahlen der vergangenen Wochen, und dieses Image dürfe durch das Fehlverhalten eines Einzelnen nicht zerstört werden.

18.500 Coronatests wurden im Rahmen der Aktion „Sicheres Südtirol“ an Tourismusmitarbeitern bislang durchgeführt. Ganze 2 Tests fielen positiv aus. Einer davon bei Jan Paul Bernardi, bis gestern Direktor des Tourismusvereins Badia/Abtei (siehe Bericht oben). „Im Vergleich dazu hat man in Österreich, wo Tests groß angekündigt wurden, bislang gerade mal deren 6000 durchgeführt“, weiß IDM-Präsident Hansi Pichler. „Wir haben alles daran gesetzt, dass Südtirol ein sicheres Urlaubsland ist. Das wird in den Betrieben sehr ernst genommen. Und wir werden diesen Weg auch weitergehen.“

Pichler fordert harte Konsequenzen

Der Fall von Alta Badia sei „unverantwortbar und darf unsere Bemühungen nicht zunichte machen“, so Pichler, der harte Konsequenzen für den Quarantäne-Brecher fordert.

Trotz aller Transparenz mit der der Tourismussektor in Südtirol arbeitet, könnte dieser Fall seinen Schatten auf ganz Südtirol werfen, räumt Pichler ein. „Der Fall soll aber jetzt nicht für Weltuntergangsstimmung sorgen“, sagt HGV-Präsident Manfred Pinzger. Er ist überzeugt, dass es sich bei dem Quarantäne-Brecher von Alta Badia um einen Einzelfall handelt. Und die Infektionszahlen der vergangenen Tage und Wochen seien „als positives Signal weit wichtiger für die Welt als dieser negative Einzelfall“, so Pinzger.

„Südtirol ist ein sicheres Urlaubsland“


Dennoch verurteilt auch er das Fehlverhalten auf das Schärfste. „Gerade in einer so delikaten und schwierigen Situation wie der jetzigen ist so etwas nicht zu entschuldigen“, sagt Pinzger. Auch er fordert Konsequenzen und begrüßt die Kündigung Bernardis als „ersten Schritt und Zeichen der Einsicht, dass er einen unverzeihlichen Fehler begangen hat“. Für die Destination Hochabtei sei der allerdings schwerwiegend.

Ein Urteil über die ganze Feriendestination Südtirol dürfe durch das Fehlverhalten eines Einzelnen nicht gefällt werden, unterstreicht Pinzger. Südtirol sei ein sicheres Urlaubsland und das hätten die Tests deutlich gezeigt, so der HGV-Direktor. Die Gefahr, dass nach einem Zwischenfall wie jenem in Alta Badia die Buchungsanfragen in Südtirols Tourismusbetrieben nicht in die Höhe schnellen, ist dennoch groß.

em

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