Denn entgegen anderslautender Medienberichte war die Familie – Vater, Mutter und Kind –, als am Müllerhof Feuer ausbrach, nicht zuhause: Am späten Vormittag hatten sich die Flammen, ersten Informationen zufolge, im Dachgeschoss ausgebreitet. Das Feuer griff auf den Dachstuhl, der aus Holz besteht, über. Gegen 12 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren von Tschötsch, Tils und Brixen zum Einsatz gerufen. Über 50 Wehrmänner standen im Einsatz.„Dass das Feuer auf die Zwischendecken, auch die sind aus Holz, übergreift, konnten wir verhindern“, erklärt Albert Maly, Kommandant der Freiwillige Feuerwehr von Tschötsch und Einsatzleiter. „Aber die Hälfte des Dachgeschosses ist zerstört, total unbewohnbar. Die unteren Stöcke, Erdgeschoss und Kellergeschoss, sind auch arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Es gibt Rauch- und teilweise Wasserschäden.“ Die Bozner Berufsfeuerwehr hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.Feuer bald unter KontrolleDer Müllerhof befindet sich direkt in einem Waldstück. Die Gefahr, dass das Feuer auf die Bäume übergreifen könnte, habe allerdings nur bedingt bestanden, berichtet Maly. „Wir hatten etwas Mühe an Löschwasser zu kommen, weil der Hydrant nicht unmittelbar neben dem Haus steht. Doch dann hatten wir das Feuer bald unter Kontrolle.“Trotzdem blieben die Wehrmänner noch bis zum Nachmittag am Einsatzort. Glutnester mussten überwacht, Material aus dem Gebäude geräumt werden. Zudem wurde eine weitere Löschleitung gelegt und eine stündliche Kontrolle eingerichtet – für den Fall der Fälle.Familie geschockt„Die Besitzer waren zum Zeitpunkt des Brandausbruches nicht anwesend, das Haus stand leer“, betonte Maly. Die Familie traf nach und nach ein. „Klarerweise haben sie einen großen Schock erlitten. Teile ihres Hab und Guts sind zerstört.“Der Familie seien einige Möglichkeiten angeboten worden, im Ort unterzukommen.stol