Nach dem Ende der Regular Season lag der HC Gherdëina noch deutlich zurück. Besonders rund um die Weihnachtszeit wirkte die Mannschaft verunsichert, das vorhandene Potenzial blieb weitgehend ungenutzt. Dass es nun zum historischen Finaleinzug gereicht hat, ist das Resultat einer beeindruckenden Entwicklung.<BR /><BR />Ausschlaggebend dafür waren – laut Experten – der Trainerwechsel und die Neuverpflichtung von Goalie Claes Endre. Mit Fangquoten von 95 Prozent sorgt er seither für den nötigen Rückhalt und verleiht der Mannschaft Sicherheit. Auch das Offensivspiel funktioniert deutlich besser – eine Kombination, die den HCG von Spiel zu Spiel stärker machte.<BR /><BR />Die Emotionen entluden sich schließlich beim entscheidenden Spiel zum Finaleinzug. Präsident Walter Ploner, im Tal besser bekannt als „Baldo“, konnte seine Tränen im Stadion nicht zurückhalten. „Insbesondere zu Weihnachten hatte ich zahlreiche schlaflose Nächte. Die Mannschaft zeigte bei weitem nicht das Potenzial, das sie hatte, und nichts schien zu funktionieren. Es herrschte eine extrem negative Stimmung“, blickt er zurück.<BR /><BR />„Umso größer ist jetzt die Freude, dass der aktuelle Ausschuss gemeinsam mit der Mannschaft Grödner Hockeygeschichte geschrieben hat. Grundsätzlich hat sich die Einstellung und Leistung aller Spieler deutlich verändert – sie haben von Spiel zu Spiel spürbar immer mehr Selbstvertrauen getankt und erkannt, dass mit vollem Einsatz alles möglich ist“.<BR /><BR />Dass es nun im Finale ausgerechnet zum Duell mit dem Erzrivalen HC Meran kommt, setzt dem Ganzen die Krone auf. Nach den ersten zwei Final-Spielen führt Gröden mit 2:0. <a href="https://www.sportnews.bz/artikel/eishockey/alpshl/video-in-meran-der-naechste-furiose-groeden-sieg" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und auch beim 3. Spiel am Donnerstagabend konnte der HC Gröden in der Finalserie der Alps Hockey League einen weiteren klaren Sieg gegen den HC Meran einfahren.</a><BR /><BR />Im Tal selbst ist die Begeisterung allgegenwärtig. In Bars, Geschäften, Werkstätten und allen Treffpunkten ist Eishockey das dominierende Thema – Erinnerungen an die glorreichen „Grödner Zeiten“ werden wach.<BR /><BR />Diese Euphorie spiegelt sich in den Besucherzahlen wider. Bereits die Halbfinalspiele waren hervorragend besucht, was für die Vereinskasse von großer Bedeutung ist. Das erste Finalspiel in Pranives war so gut wie ausverkauft, Präsident Walter Ploner gibt sich zuerst noch zurückhaltend: „Der Bessere soll gewinnen.“ Um dann hinzuzufügen: „Aber wir werden jetzt alles geben; wenn wir schon so weit gekommen sind, wollen wir auch den Titel.“ Mit diesen Worten richtet er zugleich einen Appell an alle Eishockeyfans: „Das Pranives-Stadion soll in den letzten Spielen zur Festung werden – alle lautstark, leidenschaftlich und vereint hinter dem HC Gherdëina valgardena.it.“