Samstag, 06. Januar 2018

Eisige Temperaturen am Wochenende an US-Ostküste erwartet

Nach heftigem Schneefall wappnet sich der Norden der US-Ostküste für eisige Temperaturen am Wochenende. Durch eine Kombination aus Wind und arktischer Luft könne es zu gefährlichen Bedingungen kommen, erklärte der nationale Wetterdienst. Die Meteorologen warnten vor dem sogenannten Wind-Chill-Effekt, also vor gefühlten Temperaturen, die weit unter dem Gefrierpunkt liegen könnten.

In New York wird es zweistellige Minuswerte geben Foto: APA (GETTY)
In New York wird es zweistellige Minuswerte geben Foto: APA (GETTY)

Betroffen ist der Raum von Maine im Norden bis nach North Carolina. In Boston soll das Thermometer am Samstag auf bis zu minus 20 Grad fallen. Die gefühlten Temperaturen könnten dort laut Wetterdienst sogar bei minus 28 Grad liegen. Auch für Washington und New York wurden zweistellige Minuswerte vorausgesagt. An der Nordkostküste hat es an einigen Abschnitten in den vergangenen Tagen heftig geschneit.

In Florida ließ die ungewöhnliche Kälte Leguane regnen: Die wegen der sehr niedrigen Temperaturen erstarrten Tiere stürzten schlichtweg aus den Bäumen. Ein US-Journalist veröffentlichte auf Twitter ein Foto eines Grünen Leguans, der - auf dem Rücken und die Beine starr in die Luft gereckt - neben seinem Swimmingpool liegt. Andere Twitter-Nutzer posteten ähnliche Fotos.

”Bei vier Grad Celsius können Grüne Leguane erstarren, weil ihr Blut nicht mehr fließt”, erklärte Sarah Lessard von der Naturschutzkommission des ansonsten sonnenverwöhnten US-Staates. „Die Großen Leguane bewegen sich sehr langsam und können schon bei zehn Grad aus den Bäumen fallen.” Von Mitleid angetriebene Menschen sollten aber nicht versuchen, die Leguane zu „retten” und ins Warme zu bringen, warnte Lessard. „Es sind wilde Tiere und sie könnten versuchen, sich zu verteidigen.”

apa/ag.

stol