Samstag, 28. Januar 2017

Eiskletterelite misst sich in Rabenstein: Hinter den Kulissen

Samstag und Sonntag rammt die internationale Eiskletterelite wieder ihre Steigeisen und Pickel in die Eistürme in Rabenstein und kämpft um Zeit und Punkte. Zum bereits fünften Mal findet im hinteren Passeiertal ein Eiskletter-Weltcup statt. Zur heurigen Ausgabe werden rund 100 Athleten aus 20 Ländern erwartet.

Heiß auf Eis: Die internationale Eiskletterelite ist an diesem Wochenende wieder in Rabenstein zu Gast.
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Heiß auf Eis: Die internationale Eiskletterelite ist an diesem Wochenende wieder in Rabenstein zu Gast. - Foto: © D

Ausgetragen werden zwei Bewerbe bei den Männern und zwei bei den Frauen.

Beim Schnelligkeitsklettern, dem sogenannten "Speed", geht es darum, den Eisturm über die kürzeste Route und, wie es der Name bereits verrät, möglichst schnell zu erklimmen. Im Schwierigkeitsklettern, dem "Lead", muss ein mit Tücken gespickter Parcours über die Eiswände und -pfeiler bestenfalls fehlerfrei gemeistert werden.

Der Eiskletterpark in der auf 1419 Metern Seehöhe gelegenen Ortschaft gehört zu den anspruchsvollsten im Weltcup und ist der weltweit größte seiner Art. Auf bis zu 25 Meter Höhe bringt es der höchste der vier Haupttürme. Um Weltcups und Weltmeisterschaften austragen zu können, wurden Passagen mit bis zu 72 Grad Neigung eingebaut.

"Tag und Nacht wird gearbeitet, 24 Stunden durch"

Damit die rund 1000 Zuschauer an den beiden Wettkampftagen eine ordentliche Show geliefert bekommen und die Eiskletter-Profis ihren Sport auf sicherem Grund austragen können, bedarf es einer langen und aufwändigen Vorbereitung.

Wenn das Thermometer erstmals auf -4 bis -5 Grad Celsius sinkt, meistens ab Dezember, werfen die zwölf Männer des Vereins Eisturm Rabenstein erstmals die Schneekanonen und Wasserschläuche an. "Wenn die Temperaturen passen, wird konstant Kunstschnee auf den Turm gespritzt und zudem Wasser, um alles zu vereisen", sagt Reinhard Graf, Präsident des Vereins Eistrum Rabenstein, im Interview mit STOL.

Dann beginne die Akkordarbeit: "Tag und Nacht wird gearbeitet, 24 Stunden durch. Wenn es Tag ist, wird das überflüssige Eis abgekratzt", erläutert Graf die Prozedur. In der Nacht werde dann wieder Eis nachproduziert. "Bis so eine Struktur dann final steht, braucht es schon drei oder vier Tage."

Eines der Highlights des Weltcup-Wochenendes in Rabenstein ist laut dem Präsidenten des Eisturm-Vereins die "Speed-Show", ein Geschwindigkeitsbewerb, der auf dem, mit 25 Metern, höchsten Turm ausgetragen wird. Der aktuelle Rekord liegt bei 16 Sekunden. 

stol

stol