„Wir haben in Südtirol bereits lange Erfahrung mit Sportarten auf Eis und der Behandlung verletzter Sportler in diesem Bereich“, erklärt Dr. Marc Kaufmann. Denn einfach mal schnell aufs Eis rennen, wie bei einem Fußballspiel auf den Rasen, das spielt sich bei Eishockey & Co. nicht. Damit Helfer nicht selber auf der Nase landen oder der Verletzte noch auf der Trage übers Eis schlittert, braucht es die richtige Technik und das richtige Material. <h3> Keine Bewerbe auf Eisflächen in Südtirol</h3>Während Olympia 2026 finden in Südtirol keine Bewerbe auf Eisflächen statt, in der Lombardei hingegen schon: Der Kampf um die Medaillen für Eishockey und Para-Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf und Shorttrack wird in Mailand ausgetragen. Rund 300 speziell geschulte Ärzte und Krankenpfleger sollen bis zum Olympiastart einsatzbereit sein. <BR /><BR />20 von ihnen haben vor Kurzem eine entsprechende Schulung aus Südtirol bekommen: Ein Notarzt und ein Pfleger des Dienstes für Notfallmedizin im Südtiroler Sanitätsbetrieb haben die Mitarbeiter der AREU (Agenzia Regionale Emergenza Urgenza) als Multiplikatoren ausgebildet. <BR /><BR />Konkret ging es um Einsatzstrategien, um das richtige Bewegen am Eis mit Spikes, die Bergung des Patienten und dessen Transport mit Liege (Gebirgstrage) bis hin zu Wiederbelebungsmaßnahmen mit Reanimationshilfen und Abtransport unter Reanimation aus der Eishalle. <BR /><BR />Letzteres sozusagen mit der Stoppuhr in der Hand, ist es doch erklärtes Ziel, dies in sieben Minuten zu schaffen. Am ersten Tag der Schulung wurden die Instruktoren ausgebildet und an den Folgetagen gab es eine Supervision der ausgebildeten Instruktoren bei den ersten Ausbildungen von weiteren 60 Ärzten und Pflegern der AREU.