„Je einseitiger diese Diäten und je schneller es zu einer Gewichtsabnahme kommt, desto größer ist die Gefahr die Diät abzubrechen, bestimmte Nährstoffe in unzureichender Menge zu sich zu nehmen und wieder an Gewicht zuzunehmen“, warnten mehrere Ernährungsexperten auf der Pressekonferenz.Außerdem wiesen sie auf die gesundheitsschädlichen Folgen bestimmter Diäten hin: Gewisse Diäten führten zu einer übermäßigen Aufnahme von bestimmten Nährstoffen wie Eiweißstoffe, Purine, gesättigte Fette und Cholesterin.Dies könne zu Gichtanfällen, zu einer erhöhten Belastung der Nieren und der Leber, zu einem erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko und zu Krebs führen. „Es ist aus ernährungsmedizinischer Sicht völlig unsinnig, den Tag mit sechs Eiern zu beginnen oder jeden Tag Fleisch zu essen, dies ist weder dem Mensch noch der Umwelt zuträglich“, betonte Dr. Lucio Lucchin, Primar des Dienstes für Diät und klinische Ernährung im Gesundheitsbezirk Bozen und Präsident des ADI (Associazione Italiana di Dietetica e Nutrizione Clinica).Vorsicht bei Eiweißshakes und DiätpillenBesonders modern seien momentan Diäten, bei denen eine Mahlzeit einfach durch einen Eiweißshake ersetzt wird, meist kombiniert mit Einsparungen an Kohlenhydraten.„Die meisten Eiweißpulvermischungen werden dabei in Südtirol in den Fitnessstudios oder durch die sogenannten Haustürengeschäfte teuer erworben“, betonte Barbara Telser, Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Südtirol.Telser warnte bei der Pressekonferenz eindringlich vor diesen Produkten, aber auch vor den Abnehmpillen.„Beide enthalten oft Inhaltsstoffe, die in der EU nicht zulässig sind, und zu schweren gesundheitlichen Folgen, im Falle der Abnehmpillen auch zum Tod, führen können“, so Telser.Gesunde Ernährung und Bewegung: Immer noch beste Methode„Eine ausgewogene, kalorienarme Ernährung ist – verbunden mit regelmäßiger Bewegung – nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen immer noch die beste Methode, um das Gewicht zu reduzieren und es auch langfristig zu halten“, so die Ernährungswissenschaftlerin der Stiftung Vital, Ivonne Daurù Malsiner.____________________________________________________________________Unter der Koordination der Stiftung Vital hat sich nun ein Netzwerk gebildet, das sich zum Ziel setzt, der Bevölkerung und den Medien eine Orientierungshilfe zu bieten und Falschmeldungen entgegenzuwirken.