Mittwoch, 31. März 2021

Elektromobilität nimmt in Südtirol Fahrt auf

Die Nachfrage an Zuschüssen des Landes für den Ankauf von Elektrofahrzeugen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das zeigen die Zahlen der Landesabteilung Mobilität. Seit 2018 hat das Land insgesamt 2,3 Millionen Euro in die Förderung der Elektromobilität investiert. Weitere Aktionen sind geplant.

Die Elektromobilität nimmt in Südtirol Fahrt auf. Auf einer Pressekonferenz wurden Maßnahmen dazu vorgestellt.
Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und Umweltlandesrat Giuliano Vettorato haben zusammen mit Abteilungsdirektor Martin Vallazza und Sergio Marchiori, Direktor der Business Unit Smart Region von Alperia, am heutigen Mittwoch eine Bilanz der bisherigen Maßnahmen sowie die nächsten Schritte vorgestellt.

Maßnahmenpaket auf 2 Säulen aufgebaut

Ziel der Maßnahmen war es seit Beginn, den Ankauf von Fahrzeugen sowie den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu fördern. „Dank des Maßnahmenpakets zur Förderung der Elektromobilität ist der Umstieg auf die E-Fahrzeuge für die Bürger eine echte Alternative geworden. Einen zusätzlichen Schub gab es seit 2019, seit die Förderung des Landes mit jener des Staates kombinierbar ist“, sagt Mobilitätslandesrat Alfreider.




„Elektromobilität ist der Königsweg in die Zukunft“, betont der Umweltrat Vettorato, „und somit eine große Chance für Veränderungen und ein bedeutender Faktor, den auch die Zahlen als solchen aufzeigen“. Der motorisierte Verkehr ist laut Vettorato zu 40 Prozent der Hauptverursacher für Luftverschmutzung. „Wenn wir Elektromobilität als Alternative zu Fahrzeugen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, nutzen würden, hätten wir ein Drittel der atmosphärischen Probleme in unserer Region gelöst“, sagt Vettorato.

Zuschüsse an Private: Genehmigte Ansuchen angestiegen


Die Abteilung Mobilität hat 2020 insgesamt 298 Zuschüsse für den Ankauf von Elektroautos und Plug-In-Hybridfahrzeuge für Private gewährt. Zusätzlich wurden 48 Beiträge für Elektro-Motorräder und für 22 Lastenfahrräder genehmigt. „Insgesamt haben wir 2020 für diese Förderung 376.670 Euro investiert, 2019 waren es 165.000 Euro und 2018 insgesamt 74.000 Euro“, sagt Abteilungsdirektor Vallazza.

Bei den Zuschüssen für die Förderung von Heimladestationen für Private wurden 2020 insgesamt 150 Ansuchen genehmigt. „Dabei hat das Land 2020 insgesamt 162.000 Euro für den Ankauf von Heimladestationen investiert. Im Vergleich wurden 2019 insgesamt 110.662 Euro für diese Förderung ausbezahlt und 2018 insgesamt 70.508 Euro“, sagt Vallazza.

Elektromobilität auch für Unternehmen interessant

Hinzu kommen noch 246 geförderte Unternehmen, die 2020 Zuschüsse für ihre Investitionen in Fahrzeuge mit Elektroantrieb und Ladestationen bekommen haben, wobei die Gesamtsumme von 519.148 Euro beträgt. Somit hat das Land für Private und Unternehmen von 2018 bis 2020 eine Gesamtsumme von 2,3 Millionen Euro an Zuschüssen gewährt.

Bei Autos nun auch Langzeitmiete

Auch 2021 können Bürger, Organisationen und Verbände um einen Zuschuss für den Kauf eines E-Autos anfragen: dafür bekommt man von Land und Händler einen Preisnachlass von insgesamt 4000 Euro: 2000 Euro Landesbeitrag plus 2000 Euro vom Händler. Das Land gewährt auch Zuschüsse für elektrobetriebene Motorräder und Kleinkrafträder (Scooter) sowie für E-Cargo-Bikes.

Zudem wird das Leasing und auch die Langzeitmiete von Elektrofahrzeugen gefördert. Zusammen mit der Energiegesellschaft Alperia, dem Konsortium ARO und dem Unternehmen Alpitronic investiert das Land auch in den Ausbau der Schnellladestationen entlang der Hauptstraßen des Landes.

Mit dem Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Elektroautos mit aktuell mehr als 280 öffentlichen Ladepunkten in Südtirol, leistet Alperia einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Elektromobilität. Die Vision des Südtiroler Energiedienstleisters ist es, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten und den Alltag ihrer Kunden durch den Einsatz intelligenter Technologien zu vereinfachen.

lpa