Sonntag, 01. November 2015

Elias (6) ist tot: Wurde auch er sexuell missbraucht?

Der sechs Jahre alte Elias ist tot. Das hat eine Untersuchtung der DNA ergeben. Das teilten die Ermittler in Potsdam am Sonntag mit. Am Freitag war im Kleingarten des mutmaßlichen Mörders von Elias und Mohamed in Luckenwalde eine Leiche gefunden worden.

Der bislang vermisste Elias ist tot.
Der bislang vermisste Elias ist tot.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Elias kurz nach seiner Entführung im Juli zu Tode gekommen ist. Elias sei kurz nach seiner Entführung im Juli gewaltsam zu Tode gekommen, hieß es. Zu Ursache, Zeitpunkt und Todesort gibt es noch keine Angaben.

Das Paket mit dem Leichnam des kleinen Elias wurde in einer Erdgrube entdeckt. Das Kind lag in etwa 40 bis 50 Zentimeter Tiefe im Boden.

Die Mutter des Sechsjährigen wurde über die traurige Gewissheit benachrichtigt und wird seelsorgerisch betreut.

Elias wurde seit Juli vermisst

Das Wohnhaus des Tatverdächtigen Silvio S. war am Samstag nach Hinweisen durchsucht worden. In dem Haus hatte der Mann nach seiner Aussage Mohamed missbraucht, mit einem Gürtel erdrosselt und die Leiche auf dem Dachboden versteckt.
Elias war Anfang Juli in Potsdam verschwunden, Mohamed am 1. Oktober vor dem für Flüchtlinge zuständigen Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin.

Zu dem Mord an Elias machte der mutmaßliche Täter bislang keine näheren Angaben. Nach einer ersten Vernehmung hatte er angegeben, vorerst nichts mehr sagen zu wollen. Derzeit sitzt er in Berlin in Untersuchungshaft. Seit Donnerstag wurde der Mann nicht befragt.

Ob Elias sexuell missbraucht wurde, kann noch nicht gesagt werden. Es wird davon ausgegangen, dass auf jeden Fall sexuelle Motive im Spiel waren.

Hat er auch mit dem verschwinden von Inga zu tun?

In beiden Fällen gehen die Ermittlungen weiter. Die Polizei will unter anderem klären, ob ein Bezug zum Verschwinden der fünfjährigen Inga Anfang Mai in Stendal in Sachsen-Anhalt bestehen könnte. Bisher gibt es darauf keine Hinweise.

Es ist noch unklar, ob der mutmaßliche Täter Zugriff auf mehrere Autos hatte. Für seinen Arbeitgeber – ein Wachschutzunternehmen – war er im gesamten Land Brandenburg im Einsatz.

dpa

stol