Samstag, 19. März 2022

Elki Netzwerk: „Familien in eine fürsorgliche Gesellschaft einbetten“

Auf der Online-Jahreshauptversammlung des Elki Netzwerks in Bozen bestätigt sich, der Austausch untereinander entlastet und stärkt nicht nur Familien. Die Unterstützung des Netzwerks ist in Zeiten steigender Bürokratisierung notwendiger denn je. Die Tätigkeit der Elkis und des Netzwerks ist und bleibt wichtig für über 6000 Mitgliedsfamilien in Südtirol.

Die Präsidentin des Elki Netzwerks Sandra Moszner. - Foto: © elki bz

Intensives Arbeitsjahr

Im Jahr 2021 waren die 42 Elki-Treffpunkte in Südtirol für die Familien vor Ort mit vielfältigen Angeboten präsent. Bei der Jahreshauptversammlung des Elki Netzwerks wurde zurückgeblickt und nach vorne geschaut, alle sind sich einig, die Familien in Südtirol brauchen wertvolle Orte der Begegnung und Fürsorgeinseln, wie es die Elkis sind. In der Pandemie waren und sind Familien teils hochbelastet.

Eltern erfahren in den Elkis Fürsorge um diese an ihre Kinder weitergeben zu können. Austausch untereinander entlastet und stärkt nicht nur die Familien, auch die Elkis profitieren voneinander. Im Netzwerk finden die Elkis Austausch und Unterstützung bei allen Themen rund um ihre Vereinstätigkeit. Dazu gehören unter anderem Beratung zur Reform des dritten Sektors, Finanzierung, Kommunikation oder auch Fortbildungen im sozio-pädagogischen Bereich.

„Im Netzwerk sein bedeutet einen gesunden Ausgleich finden zwischen Nehmen und Geben. Die Elkis sind füreinander da und haben zum Beispiel bei der Familienlotterie gezeigt, auch gemeinsam aktiv werden zu können. Die Unterstützung des Netzwerks ist in Zeiten steigender Bürokratisierung notwendiger denn je, damit die Freude an der Vereinstätigkeit aufrecht erhalten bleibt.“, erklärt Sandra Moszner, die Präsidentin des Elki Netzwerks.

Baumeisterinnen der Elki-Landschaft

Bei der diesjährigen Vollversammlung wurden erstmals Baumeisterinnen der Elki-Landschaft geehrt. Sie haben jeweils einen besonderen Beitrag zur Entwicklung der Elkis in Südtirol geleistet. Dazu gehören: Annelies Aichner Schenk vom Elki Olang, Wilma Volgger vom Elki Wipptal, Helga Endrizzi vom Elki Lana, Kunhilde von Marsoner vom Elki Schlanders und Carmen Etzthaler vom Elki Naturns.

Jubiläen und neue Elkis

In den Elkis von Sterzing und Bruneck konnte jeweils ein beeindruckendes Jubiläum gefeiert werden. Beide Elkis zählen seit über 30 Jahren zu den Urgesteinen. Die Elki-Landschaft ist im Jahr 2021 wieder gewachsen: Das Elki Obervinschgau und die Treffpunkte in Vahrn und Sand in Taufers sind mit großem Engagement gestartet.

Organisationsentwicklung

2021 stand die Entwicklung des gemeinsamen Lei(ch)tbilds an. Dies verdeutlicht den Sinn und Zweck des Elki Netzwerks, stiftet Identität und gibt Mitgliedsvereinen, Vorstand und Mitarbeitenden zukünftig einen Rahmen für das tägliche Handeln vor.

Alle Highlights des vergangenen Jahres sind im gerade erschienenen Tätigkeitsbericht enthalten.

Für 2022 werden Kerntätigkeiten wie die Beratung der Mitgliedsorganisationen, die Fortbildungen und Austauschtreffen, die Netzwerkarbeit und Öffentlichkeitsarbeit fortgeführt. Der rote Faden dabei ist die Beziehungs- und Netzwerkarbeit. Dias zeigt sich unter anderem auch in der Ausweitung von Family Support, der alltagspraktischen Initiative für Familien mit Kindern im ersten Lebensjahr.

Anfang April findet demnach in Bozen die interdisziplinäre Tagung Who Cares statt. Hier werden sich sämtlich Akteure aus dem Bereich Familie mit der Frage beschäftigen, wie Familien erreicht werden können und ermutigt werden, Unterstützung und Hilfe anzunehmen. „Wir wollen gemeinsam ein familienfreundliches Lebensumfeld in Südtirol gestalten, damit Familien eingebettet sind in eine fürsorgliche Gesellschaft!“, fasst Präsidentin Moszner zusammen.

Über das Elki Netzwerk

23 Eltern-Kind-Zentren mit 16 Außenstellen sowie ein Familienzentrum sind im gemeinnützigen Verein Netzwerk der Eltern-Kind-Zentren zusammengeschlossen und organisiert. Das Netzwerk ist eine direkte Anlaufstelle für alle Elkis (deren Vorstände, haupt-und ehrenamtliche Mitarbeitende), bietet eine Plattform für Austausch und steht ihnen mit Beratungs- und Serviceleistungen zur Seite. Außerdem versteht sich der Verein als gemeinsames Sprachrohr für Familien, die Politik und die Öffentlichkeit, denn gemeinsam sind Elkis stärker sichtbar und hörbar für die eigenen Belange und jene der Familien.

stol

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden