Dienstag, 15. August 2017

Eltern von Baby Charlie wollen Stiftung gründen

Die Eltern des kürzlich verstorbenen britischen Babys Charlie Gard wollen eine Stiftung für Kinder mit seltenen Krankheiten gründen. Das kündigte Charlies Mutter, Connie Yates, auf einer Fundraising-Webseite an.

Seine Eltern wollten ihn gegen den Rat der Ärzte im Londoner Great-Ormond-Street-Krankenhaus für eine experimentelle Therapie in die USA bringen.
Seine Eltern wollten ihn gegen den Rat der Ärzte im Londoner Great-Ormond-Street-Krankenhaus für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. - Foto: © LaPresse

Charlie hatte an einem extrem seltenen Gendefekt gelitten. Er war Ende Juli nach einem monatelangen juristischen Streit um seine Behandlung kurz vor seinem ersten Geburtstag gestorben.

Seine Eltern wollten ihn gegen den Rat der Ärzte im Londoner Great-Ormond-Street-Krankenhaus für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. Sie hatten dafür umgerechnet knapp 1,5 Millionen Euro gesammelt. Sie unterlagen mit ihrem Vorhaben aber vor Gericht. Das Geld soll nun in die Charlie-Gard-Stiftung fließen.

„Es braucht mehr Forschung“

„Zu viele Kinder verlieren den Kampf gegen seltene Krankheiten. Das zeigt, dass es mehr Forschung braucht. Wir hoffen, dass wir durch Charlies Stiftung dabei helfen können, das zu ermöglichen“, schrieb Yates in einer Nachricht, die in der Nacht zum Dienstag veröffentlicht wurde.

Charlie hatte das mitochondriale DNA-Depletionssyndrom (MDDS). Er musste künstlich beatmet und ernährt werden. Zuletzt waren sich alle Experten einig, dass es keine Chance mehr auf eine Verbesserung seines Zustands gab. Der Fall hatte weltweit Aufsehen erregt. Sogar Papst Franziskus und US-Präsident Donald Trump hatten sich eingeschaltet.

dpa

stol