Freitag, 03. Juni 2016

Eltern wollten ihn bestrafen: 7-Jähriger nach einer Woche im Wald gefunden

Ein von seinen Eltern zur Bestrafung allein in einem Wald in Japan zurückgelassener Siebenjähriger ist nach einer Woche lebend gefunden worden.

Foto: © APA/AFP

Der äußerlich unverletzte Bub sei am Freitag auf einem Militärgelände auf der nördlichen Insel Hokkaido entdeckt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Zur Sicherheit sei er zu Untersuchungen mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden.

Seit Samstag vermisst

Der Bub wurde seit Samstag in einem bergigen und von wilden Bären bewohnten Wald auf der nördlichen Insel Hokkaido vermisst. Zunächst gaben die Eltern bei der Polizei an, ihr Sohn sei verschwunden, als die Familie gemeinsam wandern war. Später gaben sie zu, den Buben zur Bestrafung in dem Wald zurückgelassen zu haben, weil er Steine auf Autos und Menschen geworfen habe.

Sie seien aber nur etwa 500 Meter mit dem Auto weggefahren und dann sofort umgekehrt. Der Kleine, der weder etwas zu essen noch etwas zu trinken dabei hatte, sei aber verschwunden gewesen.

Hunderte Retter suchen nach dem Kind

Knapp 200 Rettungskräfte und Polizisten hatten nach dem Buben gesucht. Sie weiteten nach zweitägigen vergeblichen Anstrengungen das Suchgebiet aus und setzten Spürhunde und Pferde ein. Auch Soldaten halfen bei der Suche, über die das japanische Fernsehen rund um die Uhr berichtete.

dpa

stol