Die „kursierenden Berichte über einen angeblichen Besuch“ Netanyahus in den Emiraten seien nicht zutreffend, erklärte das Außenministerium der Emirate am Donnerstag. Auch eine israelische Militärdelegation sei nicht empfangen worden. Die Beziehungen zu Israel seien „öffentlich“, erklärte das Ministerium weiter. Sie beruhten nicht auf „intransparenten oder inoffiziellen Vereinbarungen“, wurde weiters betont. <BR /><BR />Netanyahus Büro hatte am Mittwoch erklärt, der israelische Regierungschef habe während des Iran-Kriegs in den Emiraten ein „geheimes“ Treffen mit Präsidenten Mohammed bin Zayed al-Nahyan abgehalten. Einen Tag zuvor hatte der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, erklärt, Israel habe während des Iran-Kriegs Iron-Dome-Luftabwehrsysteme und Personal zu deren Bedienung in die Emirate entsandt.<BR /><BR />Ohne Huckabees Angaben ausdrücklich zu bestätigen, bezeichnete Netanyahus Büro den Besuch als „historischen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten“. Der Iran hatte die Emirate in dem durch Angriffe der USA und Israels begonnenen Krieg stärker als jedes andere Land der Region ins Visier genommen. Trotz einer vor einem Monat begonnenen Feuerpause in dem Krieg verzeichneten die Emirate weiterhin mehrere Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran. Die ölreichen Emirate sind ein wichtiger Verbündeter der USA in der Region. Die Vereinigten Arabischen Emirate waren nach Angaben der israelischen Denkfabrik INSS während des Kriegs neben Israel am meisten von iranischen Raketen- und Drohnenangriffen betroffen.<BR /><BR />US-Präsident Donald Trump hatte 2020 in seiner ersten Amtszeit die sogenannten Abraham-Abkommen auf den Weg gebracht. In der Folge normalisierten die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Marokko und der Sudan ihre Beziehungen zu Israel. Als erster israelischer Ministerpräsident hatte der damalige Regierungschef Naftali Bennett im Jahre 2021 offiziell die Emirate besucht.