Freitag, 13. September 2019

Endlich Licht am Ende des (Küchelberg-)Tunnels

Der Zuschlag für den Bau des Küchelbergtunnels, also der Meraner Nord-West-Umfahrung, wurde am Freitag von der Landesabteilung Tiefbau bestätigt. Damit wäre im besten aller Fälle sogar ein Baubeginn 2020 möglich.

Der Küchelbergtunnel ist das Kernelement der Nord-West-Umfahrung von Meran.
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Der Küchelbergtunnel ist das Kernelement der Nord-West-Umfahrung von Meran. - Foto: © shutterstock

Der Umfahrungstunnel unter dem Küchelberg in Meran ist aktuell eines der größten Infrastrukturvorhaben des Landes und soll bald Realität sein. Die Abteilung Tiefbau hat am heutigen Freitag den vor 2 Jahren gemachten Zuschlag für den Bau an die Bietergemeinschaft bestätigt. Ihr gehören die 3 Firmen Carron Bau GmbH (Gruppenführer), Mair Josef & Co. KG des Mair Klaus, Di Vincenzo Dino & C. AG an. Der ehemalige Gruppenführer der Bietergemeinschaft, das Unternehmen CMC, ist in der Zwischenzeit ausgeschieden. Ein entsprechendes Ausgleichsverfahren ist inzwischen mit dem Landesgesetz Nr. 2 vom 29. April 2019 möglich geworden.

„Wir sind froh, dass das Warten nun ein Ende hat und endlich mit den Bauarbeiten zur Entlastung Merans und des Passeiertals begonnen werden kann. Gemeinsam mit Landesrat Daniel Alfreider haben wir in den letzten Wochen und Monaten hart dafür gearbeitet“, erklärt Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Vorgesehene Bauzeit von fünfeinhalb Jahren

Nach Ende der vom Vergabekodex vorgegebenen Stillhaltefrist kann der Vertrag nun abgeschlossen werden. Somit könnte laut Berechnungen der Landesabteilung Tiefbau der Bau im Jahr 2020 beginnen. Der Tunnel soll in fünfeinhalb Jahren gebaut sein. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider ist überzeugt: „Die Nord-West-Umfahrung von Meran ist ein verkehrstechnisch sehr wichtiges Projekt, vor allem für das Passeiertal und die Stadt Meran: Es verbessert den Verkehrsfluss im speziellen, die Mobilität insgesamt und somit die Lebensqualität im Bezirk Burggrafenamt und ganz Südtirol.“ Aufgrund verschiedener Rekurse und Prüfungsverfahren habe sich der Bau schon „viel zu lange“ hinausgezögert. Wichtig sei nun, so bald wie möglich mit dem Baubeginn zu starten, sagt Alfreider.

Rund 3 Kilometer Gesamtlänge

Die Nord-West Umfahrung umfährt Meran weitgehend unterirdisch. Die Verkehrsinfrastruktur soll die Stadt vom Durchzugsverkehr entlasten und das Passeiertal und Dorf Tirol besser an die Schnellstraße Meran-Bozen anbinden. Die Umfahrung hat eine Gesamtlänge von rund 3 Kilometern und gliedert sich in 2 Baulose.

Im Anschluss an den Tunnel von der Schnellstraße Meran-Bozen MeBo bis zum Meraner Bahnhof sieht das neue Baulos nun den Bau des Küchelbergtunnels unterhalb der Goethestraße und des Zenobergs bis hin zur Handwerkerzone von Tirol vor. Dort wird ein Kreisverkehr mit Anschlussstraßen in Richtung Passeier, Tirol und Obermais gebaut. Im Zuge der Arbeiten wird auch die Brücke über die Passer unterhalb der Zenoburg erneuert und abgesenkt. Der gesamte Tunnelbau erfolgt in bergmännischer Bauweise. Es ist somit keine offene Bauweise mit einer offenen Baugrube vorgesehen, bis auf kleine Bereiche wie für die Fluchtwege und die Startbaustelle beim Bauhof der Gemeinde Meran.

stol/lpa

stol