Es trägt den Namen „Studentenwohnheim Pietro Tosolini“ und wird künftig vom Deutschen Orden geführt, der in diesem Bereich bereits einiges an Erfahrung vorweisen kann. <BR /><BR />Bei der Eröffnungsfeier am Freitag erschienen zahlreiche bekannte Gesichter aus Landes- und Gemeindepolitik, Vertreter der Freien Universität Bozen sowie Architekt Paolo Tosolini. Auch Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder ließ es sich nicht nehmen, an der Zeremonie teilzunehmen.<BR /><BR />Seit mehreren Jahren schreit die Uni Bozen förmlich nach neuem Wohnraum für ihre Studenten. Einige Bauunternehmen reichten daraufhin ein Projekt bei der Gemeinde ein. Im März 2024 war noch die Rede von vier neuen Studentenwohnheimen: Neben jenem am Hadrianplatz, das am Freitag eröffnet wurde, sollten auch eine Unterkunft in der Siemensstraße (Ex-Telecom-Gebäude) und zwei in der Mayr-Nusser-Straße entstehen (Neubau „Straudi“ und „Senette“). <BR /><BR />Die letzten beiden Projekte wurden jedoch bereits frühzeitig zurückgezogen, das Vorhaben des Unternehmens Dalle Nogare in der Siemensstraße zerplatzte dagegen im August 2025 wegen fehlender PNRR-Gelder.<h3> Platz für 199 Studenten</h3>Übrig geblieben ist das Ex-Fiat-Gebäude am Hadrianplatz, das von der Habitat AG in 14 Monaten errichtet wurde und künftig Platz für 199 Studierende bietet. Die Struktur ist unterteilt in vier Doppel- und 191 Einzelzimmer – davon fünf barrierefrei gestaltet. In jedem Zimmer befindet sich ein Bett, Schrank, Schreibtisch mit Stuhl, eine Kochnische sowie ein eigenes Badezimmer.<BR /><BR />Monatlich werden 660 Euro fällig, Strom und sonstige Nebenkosten inklusive. Auch eine wöchentliche Reinigung des Zimmers ist im Preis inbegriffen. Ein kleiner Teil der Appartements soll zum konventionierten Landesmietzins angeboten werden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1326063_image" /></div> Das Studentenwohnheim bietet außerdem einen Lernraum in jedem der fünf Stockwerke, eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum im Erdgeschoss sowie Tischtennistischen, Dartsscheiben, Fernseher und sogar ein kleines Heimkino im ersten Untergeschoss. Eine Parkgarage gibt es nicht, dafür aber einen abgesperrten Bereich zum Abstellen der Fahrräder.<h3> Zwei weitere Heime folgen</h3>Die Anmeldungen für das Heim laufen seit Anfang Juni. Bisher hätten sich knapp 40 Interessierte beim Deutschen Orden gemeldet. Das Formular kann direkt auf der Homepage des Betreibers ausgefüllt und abgeschickt werden (www.studentresidence-bolzano.com).<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1326066_image" /></div> Glücklich mit der neuen Unterkunft am Hadrianplatz ist auch Vizebürgermeister Stephan Konder. „Das Heim könnte bei Bedarf um 100 Plätze erweitert werden. Ich denke, dass diese Möglichkeit ausgeschöpft wird“, sagte er am Freitag im Gespräch mit „S+“. In Aussicht sind zudem zwei weitere Studentenwohnheime in der Stadt. „In Kürze dürften die Arbeiten am Siegesplatz beginnen. Außerdem gibt es ein Projekt am NOI Techpark in Bozen Süd“, erklärte Konder. In beiden Fällen kämen bis zu 150 Plätze für Studenten dazu.