Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen Mann ohne festen Wohnsitz, der sich gemeinsam mit anderen in dem verlassenen Gebäude aufgehalten haben soll, in dem die Leiche der Frau, Silke Sauer, entdeckt wurde. Gegen ihn wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft von Firenze ein Festnahmebeschluss erlassen. Der Mann war den Behörden bereits wegen Drogendelikten bekannt und stand unter Meldeauflagen.Er befindet sich derzeit unter Bewachung im Krankenhaus Torregalli.<BR /><BR />Nach Angaben der Ermittler wurden an seiner Kleidung zahlreiche Blutspuren festgestellt, die nun untersucht werden. In unmittelbarer Nähe des Tatorts stellten die Einsatzkräfte eine Machete sowie ein Messer mit mutmaßlichen Blutspuren sicher. Die Klinge der Machete soll mit den Verletzungen der Frau vereinbar sein.<BR /><BR />Anwohner hatten zudem mehrfach einen Pitbull in der Nähe des Tatorts bemerkt, der dem Verdächtigen gehören soll. Die Polizei musste das Tier zunächst sichern, bevor Spurensicherungsarbeiten beginnen konnten. Ob der Mann auch mit einem Vorfall am Dienstag in Verbindung steht, bei dem eine offenbar stark alkoholisierte Person Passanten in einer Hundeauslaufzone belästigt haben soll, ist Gegenstand der Ermittlungen.<h3> Ermittlungen zum Tathergang laufen</h3>Die Leiche war am Mittwoch von einem weiteren Obdachlosen entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes. Weitere Untersuchungen sollen den genauen Tathergang klären.<BR /><BR /> Der Körper lag in unmittelbarer Nähe eines zugemauerten Gebäudes, das gegen illegale Besetzungen gesichert war, auf einer Grünfläche, die künftig als „städtischer Biodiversitätspark“ entwickelt werden soll. Für das Projekt sind bereits 2,5 Millionen Euro an regionalen Finanzierungsmitteln vorgesehen. Die Umgebung gilt nicht als abgelegen, auch wenn sie abends nur schwach beleuchtet ist und am konkreten Fundort keine direkte Videoüberwachung vorhanden ist.<BR /><BR />Der Fundort befindet sich unweit eines ungenutzten Landhauses, das zusammen mit dem umliegenden Gelände Eigentum der Stadt Scandicci ist. Das verlassene Landhaus, dessen Türen und Fenster zugemauert sind, liegt im Zentrum eines Grünbereichs, der für Spaziergänge und Freizeitaktivitäten genutzt wird. Hier gibt es auch ein Areal, in dem Hunde frei herumlaufen können. <BR /><BR />Laut Anwohnern kam es zuletzt wiederholt zu Problemen mit Personen, die Drogen verkaufen, wegen deren aggressivem Verhalten gegenüber Passanten, darunter Familien mit Kindern. Der Fundort liegt nur 200Meter vom Rathaus entfernt und weniger als 100 Meter von einer Schule, die täglich hunderte Kinder besuchen.