Samstag, 14. Mai 2016

Entlaufene Tiger hielten Behörden in den Niederlanden in Atem

Zwei entlaufene Tiger haben die Behörden im Norden der Niederlande am Samstag stundenlang in Atem gehalten.

Symbolbild.
Symbolbild. - Foto: © shutterstock

Die Bengalischen Tiger Radja und Delhi waren in der Früh aus ihrem Gehege in einem Schutzzentrum für Raubkatzen in Oldeberkoop ausgebrochen. Erst nach vier Stunden konnten sie mit Betäubungsmunition ruhig gestellt und in das Gehege zurückgebracht werden.

Die Tiger streiften nach Behördenangaben durch ein umliegendes Waldgebiet. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Raubkatzen auch den Zaun rund um das Waldgebiet überwinden könnten, wurden die Bewohner der nahe gelegenen Ortschaft Ooststellingwerf während des mehrstündigen Ausflugs der beiden Tiger gewarnt.

Vermutlich wurde Käfigtür nicht geschlossen

Die Behörden kündigten Ermittlungen an, um zu klären, wie die Raubkatzen entkommen konnten. Möglicherweise sei die Käfigtür offen gewesen, hieß es im niederländischen Fernsehsender NOS. In dem Schutzzentrum werden Raubkatzen untergebracht, die zuvor im Besitz von Zirkussen, Zoos oder Privatleuten waren.

Radja und Delhi stammten aus einem deutschen Privatzoo, der das Futter der beiden Großkatzen nicht länger bezahlen konnte.

Der mehrstündige Spaziergang der beiden Raubtiere löste in den sozialen Medien eine Welle von Kommentaren und Scherzen aus. So veröffentlichten zwei Polizisten aus Delfshaven bei Rotterdam auf Twitter ein Selfie, das sie mit einem am gleichen Tag aus einem Streichelzoo entlaufenen Zicklein zeigte.

apa/afp

stol