Dienstag, 15. September 2020

Entschärfung der Fliegerbombe: Die wichtigsten Informationen

Am Sonntag, 27. September, wird die am vergangenen Mittwoch entdeckte Fliegerbombe entschärft. Der Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg wurde vor kurzem bei Aushubarbeiten auf der Baustelle zwischen der ehemaligen Agip-Tankstelle und dem Parkhaus „BZ Mitte“ gefunden. Zahlreiche Anwohner müssen während der Entschärfung evakuiert werden.

Der Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg wurde vor kurzem bei Aushubarbeiten gefunden.
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Der Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg wurde vor kurzem bei Aushubarbeiten gefunden. - Foto: © Stadt Bozen
Die 500 Pfund schwere Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg wurde bei Bauarbeiten für den neuen Tunnel in der Südtiroler Straße, der Teil des PSU Walther Park ist, auf der Fläche am Verdiplatz zwischen der ehemaligen Agip-Tankstelle und dem Parkhaus „BZ Mitte“ in der Mayr-Nusser-Straße gefunden ( STOL hat berichtet). Am Sonntag, 27. September 2020, soll sie nun entschärft werden.

Diese Entscheidung wurde am Dienstagvormittag bei einer Sitzung im Regierungskommissariat gefällt, an der Vertreter der Stadtgemeinde Bozen, der Autonomen Provinz Bozen, des Heeres, der Ordnungskräfte und des Zivilschutzes des Landes und der Gemeinde Bozen teilgenommen waren. Bei dieser Sitzung wurden der Plan für die Entschärfung der Bombe und der Evakuierungsplan definiert.


Laut Evakuierungsplan gibt es eine rote Zone und eine gelbe Zone. Die rote Zone umfasst einen Umkreis von 500 Metern ab dem Fundort, und aus dieser Zone müssen 4082 Personen evakuiert werden. Die Evakuierung am kommenden 27. September 2020 verläuft ähnlich wie die Evakuierung im vergangenen Oktober, als auch eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg entschärft werden musste, die bei Grabungsarbeiten am Verdiplatz nahe der Loretobrücke gefunden worden war.

Wichtige Infos im Überblick

Der Beginn der Entschärfung um 09.30 Uhr wird mit einem Sirenenton (1 Minute auf- und abschwellender Ton) bekannt gegeben. Die Entschärfung wird voraussichtlich 90 Minuten dauern und um ca. 11 Uhr abgeschlossen sein. Die Bevölkerung wird über das Ende der Entschärfung mit einem Sirenenton (15 Sekunden Dauerton) informiert.

„Rote Zone

Als „Rote Zone“ wird der Umkreis von 500 Metern ab dem Fundort der Fliegerbombe bezeichnet. Die Evakuierung der Personen in der roten Zone findet von ca. 6.30 Uhr bis 8.45 Uhr statt. Bis dahin sollten alle Bewohner ihre Wohnungen verlassen haben. Betroffen sind insgesamt 4082 Personen bei 906 Hausnummern.

Für die aus der „Roten Zone“ evakuierten Personen wird in der Stadthalle in der Reschenstraße ein Evakuierungszentrum eingerichtet, wo sie sich während der Bombenentschärfung aufhalten können.

Ab 8.45 Uhr gilt außerdem ein Fahrverbot für Privatfahrzeuge.

Der letzte Stadtbus der SASA, der die rote Zone verlässt, fährt um 9.05 Uhr am Bahnhofsplatz mit Haltestellen am Waltherplatz und in der Sparkassenstraße und Endstation bei der Stadthalle in der Reschenstraße, ab.

„Gelbe Zone“

Als „Gelbe Zone“ wird der Umkreis von 1830 Metern ab dem Fundort der Fliegerbombe bezeichnet. Von 9 Uhr und bis zum Ende der Entschärfung der Fliegerbombe müssen hier alle Personen in ihrer Wohnung (bzw. in einem Gebäude) bleiben. Betroffen sind insgesamt 57.764 Personen bzw. 7162 Hausnummern.

Auch hier gilt ab 8.45 Uhr gilt ein Fahrverbot für Privatfahrzeuge.

Während der Entschärfung der Fliegerbombe ist auch der Verkehr auf der SS 12 und auf der Brennerautobahn A 22 zwischen den Mautstellen Bozen NORD und Bozen SÜD unterbrochen. Auch der Zugverkehr wird eingestellt. Der letzte Zug, der den Bahnhof Bozen verlässt, ist der Schnellzug „Freccia“ nach Mailand um 8.45 Uhr.

Weitere Informationen

Es wird eine Grüne Nummer eingerichtet, über welche die Einsatzzentrale des Zivilschutzes und der Stadtgemeinde Bozen erreichbar ist.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb organisiert die Evakuierung der Bewohner der roten Zone, die sich wegen Covid-19 in Quarantäne befinden.

Das Weiße Kreuz, das Rote Kreuz und die SASA bieten Transportdienste für die Bewohner der Altenheime „Villa Harmonie“ und „Vinzenzhaus“ an.

Die nationale Vereinigung der Alpini (ANA) und die Funknotrufgruppe (F.N.G.) werden an den Hauseingängen der Gebäude, die in der roten Zone liegen, die Aushänge über die Evakuierung anbringen.

stol