Dienstag, 07. Januar 2020

Entscheidung über U-Haft für Unfalllenker

Nachdem der 27-jährige Unfalllenker ins Gefängnis verlegt worden ist, steht nun eine Anhörung zu seiner Untersuchungshaft an. Der Termin könnte am heutigen Dienstag oder Mittwoch sein.

Gedenken an die Toten an der Unfallstelle in Luttach.
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Gedenken an die Toten an der Unfallstelle in Luttach. - Foto: © APA (AFP) / PIERRE TEYSSOT

Stefan Lechner kam, wie berichtet, zuerst ins Krankenhaus von Bruneck, wurde am Montag ins Bozner Gefängnis verlegt.

Sein Anwalt Alessandro Tonon hatte gesagt, er rechne eher Mitte der Woche mit einer Vorführung beim Richter. Sein reuiger Mandant habe sich für nicht so stark alkoholisiert gehalten, sagte der Jurist.

Ihm drohen wegen der Schwere des Unglücks bis zu 18 Jahre Haft.

Der Fahrer war in der Nacht auf Sonntag in die Gruppe junger Skitouristen aus Deutschland gerast. Dabei starben zunächst 6 Menschen, weitere 11 wurden teils schwer verletzt. Eine Frau aus Deutschland erlag am Montag in einem Krankenhaus in Innsbruck ihren schweren Verletzungen. Der 2. schwer verletzte Patient, der in Innsbruck behandelt wird, sei auf dem Weg der Besserung, erklärte der Südtiroler Sanitätsbetrieb.

Viele Angehörige sind seit Sonntag zum Krankenhaus in Bruneck gereist, rund 20 Fahrkilometer von Luttach entfernt. Dort wurden die Toten inzwischen alle identifiziert.

Betreut wurden die Familien von Notfallpsychologen, Seelsorgern und Vertretern der Deutschen Botschaft. Von den 6 Menschen, die noch in der Unfallnacht starben, kamen 4 aus Nordrhein-Westfalen. Eine Person wohnte in Hamburg, eine weitere in Niedersachsen. Woher in Deutschland die 7. Tote des schrecklichen Unfalls stammt, gaben die Behörden zunächst nicht bekannt.

stol/apa