Mittwoch, 04. November 2015

Entweder Reformen oder mehr Geld

Die schlechte Nachricht: Der Sanitätsbetrieb liegt im laufenden Jahr Millionen Euro über der berechneten Kostensteigerung. Die gute: Die Trendwende ist geschafft. Das sagt Generaldirektor Thomas Schael und erklärt, man habe „an einigen Schrauben gedreht“. Doch das allein reiche nicht.

Thomas Schael
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Thomas Schael

Ein Plan-Ist-Vergleich ist ein valides Instrument, um die wirtschaftliche Entwicklung eines Betriebes zu überwachen. Dieses Instrument macht sich seit dem laufenden Jahr auch der Südtiroler Sanitätsbetrieb zunutze.

Nach einem ersten Treffen im August wurde am Dienstag das dritte Quartal 2015 beleuchtet. Bis Ende September liegt der Südtiroler Sanitätsbetrieb um rund 3,7 Millionen Euro über der berechneten Kostensteigerung. Diese ist weiterhin auf die außerordentlichen Steigerungsraten im Bereich der sanitären Güter wie auch der Medikamentenversorgung sowie der Flugrettung zurückzuführen. Bis Jahresende wird diese Summe auf 5 Millionen Euro ansteigen.

„Das ist die schlechte Nachricht“, erklärte Generaldirektor Thomas Schael. „Die gute: In Sachen Kostensteigerung konnten wir eine Trendwende erreichen, wodurch die Steigerung des ersten Halbjahres eingebremst wurde. Wir haben an verschiedenen ,Schrauben’  gedreht, sprich die Ausgaben noch genauer unter die Lupe genommen, und damit einiges an Kostenreduzierung erreicht.“

„Strukturelle Maßnahmen“ nötig

Leider genüge das aber nicht: „Um unseren gesamten Bedarf an zusätzlicher Finanzierung in den kommenden Jahren zu decken, sind strukturelle Maßnahmen nötig oder – alternativ dazu – eine Erhöhung der Zuweisungen von Seiten des Landes Südtirol.“

stol