Das Unglück ereignete sich gegen 14 Uhr am Matschatscherweg, oberhalb des Gasthofs Steinegger: Bei Erdbewegungsarbeiten war ein Arbeiter in einem fünf Meter tiefen Graben verschüttet worden.„Bei Eintreffen der ersten Rettungskräfte der Feuerwehr war die Person bis zum Kopf hin verschüttet, nur mehr seine Mütze und ein Ohr waren sichtbar“, berichtet die Freiwillige Feuerwehr St. Michael Eppan. Zusammen mit der Wehr von Eppan Berg, der Bozner Berufsfeuerwehr, dem Rettungshubschrauber Pelikan 1, dem Weißen Kreuz Überetsch und den Carabinieri von Eppan war sie zum Einsatz alarmiert worden.Graben droht weiter einzustürzenUmgehend machten sich die Retter daran, den Verunglückten zu befreien – unter Einsatz ihres Lebens: Denn der Graben drohte, immer weiter einzustürzen und brachte so auch die Helfer in Gefahr.„Um ein weiteres Einstürzen zu vermeiden, wurde versucht, den Graben so gut als möglich zu sichern“, beschreibt die Freiwillige Feuerwehr Eppan das Vorgehen. „Zeitgleich wurde auch ein Bagger eingesetzt, um die Rettungsarbeiten am Patienten zu beschleunigen. Das wiederum erhöhte die Gefahr für die Retter.“ Nur leicht verletztNach wenigen Minuten konnte der Patient soweit aus den Erdmassen gelöst werden, dass er mit den Rettungsmannschaften sprechen konnte. Dann wurde er, im richtigen Gleichgewicht aus Schnelligkeit und Vorsicht, weiter von Hand ausgegraben – und so gerettet.Bei vollem Bewusstsein wurde er dem Notarzt übergeben: Der Eppaner soll lediglich leichte Verletzungen davongetragen haben.stol