Demnach soll Chaslin Epstein im Jahr 2013 den Namen einer Freundin als mögliche Übersetzerin für Besuche in der Pariser Oper und in Versailles vorgeschlagen haben. Die Bekannte habe das Angebot später abgelehnt, was ebenfalls aus Epsteins Unterlagen hervorgehe. <BR /><BR />Auch wenn der Vorfall keine strafrechtlichen Konsequenzen nach sich zog, sorgte er am Teatro Massimo für erhebliche Irritationen. Nach einem Gespräch zwischen dem Orchester des Hauses und dem künstlerischen Leiter Alvise Casellati wurde beschlossen, auf eine Zusammenarbeit mit Chaslin zu verzichten.<h3> Dirigent wehrt sich gegen Entscheidung des Theaters</h3>Der Dirigent wies die Entscheidung zurück und betonte, bereits 5.200 Euro für Unterkunft und Flug nach Palermo im Voraus bezahlt zu haben. „Ich habe immer gehört, dass Ehre ein grundlegender Wert in Sizilien ist. Ich hoffe, dass dieser Wert weiterhin Entscheidungen leitet“, schrieb Chaslin in einer E-Mail an den Intendanten des Theaters, Marco Betta.<BR /><BR />Auf die Frage, weshalb ein angesehener Dirigent im Umfeld Epsteins auftauche, erklärte Chaslin, seine Verbindung habe sich auf „eine mögliche Mäzenatentätigkeit“ beschränkt, aus der er „nie eine Vergütung erhalten“ habe. Die Beziehung sei „äußerst begrenzt“ gewesen, so sein Anwalt Dan Perry.