Das Schwurgericht sprach den geständigen Angeklagten des zweifachen Mordes mit dem erschwerenden Merkmal niedriger Beweggründe schuldig. <BR /><BR />Den Vorwurf der vorsätzlichen Planung der Taten sah das Gericht dagegen nicht als erwiesen an. Die Strafe entspricht den Forderungen der Staatsanwaltschaft.<BR /><BR />Zudem wurde der Verurteilte zur Zahlung von Schadenersatz an die Angehörigen der Opfer verurteilt. Die Familie von Ana Maria Andrei erhält dem Urteil zufolge 300.000 Euro. Der Mutter und dem Neffen von Maria Denisa Paun wurden insgesamt 140.000 Euro zugesprochen. Weitere 5.000 Euro gehen an einen Opferhilfeverein.<BR /><BR />Der Angeklagte zeigte bei der Urteilsverkündung keine erkennbare Reaktion. Sein Verteidiger kündigte Berufung an. Die Entscheidung sei widersprüchlich, da das Gericht zwar die Annahme einer geplanten Tat verworfen, dennoch aber die höchste Strafe verhängt habe.<BR /><BR />Der Mann war im Juni 2025 nach Ermittlungen zum Verschwinden von Maria Denisa Paun festgenommen worden. Die Frau war Mitte Mai 2025 aus einer Unterkunft in Prato verschwunden. Videoaufnahmen führten die Ermittler zu dem damals als Wachmann tätigen Verdächtigen. Dieser gestand später, die Frau getötet und ihre Leiche zerstückelt zu haben.<BR /><BR />Im Zuge der Ermittlungen entdeckten die Behörden zudem das Auto der bereits 2024 verschwundenen Ana Maria Andrei in einer Garage des Mannes. Daraufhin gestand er auch diesen Mord. Nach seinen Angaben hatte er die Frau mit einem Messer getötet und die Leiche versteckt.<BR /><BR />Vor Gericht erklärte der Verurteilte, er habe Maria Denisa Paun aus Angst getötet, seine Familie zu verlieren. Ana Maria Andrei habe er angegriffen, nachdem sie sexuelle Kontakte mit ihm abgelehnt habe. Der Rumäne ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er arbeitete als Wachmann in einem Einkaufszentrum. Bis zu seiner Festnahme und dem Geständnis der Morde führte er ein scheinbar normales Dasein. Dann wurde sein „Doppelleben“ aufgedeckt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1325895_image" /></div> <BR /><BR />Die Leiche von Maria Denisa Adas war von Ermittlern in der Nähe eines verlassenen Bauernhauses in der Nähe von Montecatini Terme in der Provinz Pistoia gefunden worden. Der Mörder hatte ihren leblosen Körper unter einem Berg von Gestrüpp und Dornen versteckt, in der Hoffnung, dass er niemals gefunden würde.<BR /><BR />Dank Videoaufnahmen von Überwachungskameras, der Auswertung von Telefonverbindungsdaten und GPS-Daten eines von ihm genutzten Volkswagen Golf sowie sorgfältiger Datenabgleiche konnten die Carabinieri den Tatverdächtigen identifizieren und den Ort eingrenzen, an dem die Überreste von Denisa gefunden wurden. Daraufhin erließ die Staatsanwaltschaft von Prato einen Haftbefehl gegen Fruzumache. Er gestand, Denisa getötet zu haben, weil sie ihn erpresste. Sie hatte von ihm 10.000 Euro verlangt.<BR /><BR />Die Leiche von Ana Maria Andrei wurde in einem Schilfrohrfeld gefunden, in der Nähe der Brombeersträucher, unter denen der Mörder auch Denisa versteckt hatte.