Was wäre, wenn einem 74-jährigen Mailänder vor Kurzem im Skigebiet Schwemmalm im Ultental nicht so schnell und professionell geholfen worden wäre? Er hätte seinen Kreislaufstillstand wohl nicht überlebt – zumindest nicht ohne neurologische Folgeschäden. <BR /><BR />Aber alles der Reihe nach: Bei einer Italienmeisterschaft auf der Kircheler-Piste war der 74-Jährige kurz nach seinem Lauf gegen 11 Uhr im Zielbereich zusammengebrochen. Sofort waren Ersthelfer und dann Pistenretter des Weißen Kreuzes vor Ort, um den Mann wiederzubeleben. <BR /><BR /><b>Passanten leiten Wiederbelebung ein</b><BR /><BR />„Im Startbereich leisteten meine Pistenretterkollegen Harald Gruber und Oswald Breitenberger Bereitschaftsdienst für das Rennen“, erinnert sich Rettungssanitäter Peter Pircher. „Ich hatte Pistendienst im Skigebiet und war mit unserem Motorschlitten ebenfalls beim Start.“<BR /><BR />Über Funk erfuhr Peter Pircher vom Notfall im Ziel und fuhr sofort hin: „Schon auf der Anfahrt sah ich aus der Ferne, dass wiederbelebt wurde“, blickt der erfahrene Ultner Weiß-Kreuz-Retter zurück. „Einige Passanten haben bereits reanimiert. Ich nahm sofort unseren halbautomatischen Defibrillator zur Hand, klebte die Elektroden auf und gab einen Schock frei.“ <BR /><BR />Dann haben seine beiden, ebenfalls herbeigeeilten Pistenretterkollegen Gruber und Breitenberger und er den 74-Jährigen noch einige Minuten wiederbelebt. Plötzlich setzten bei dem Mann wieder Atmung und Kreislauf ein.<BR /><BR /><b>Patient wollte sogar zweiten Durchgang absolvieren</b><BR /><BR />„Noch bevor der Pelikan 3 vor Ort war, machte der Mann die Augen auf und wollte sogar wieder an den Start gehen“, sagt Pircher. „Er wollte noch den zweiten Durchgang fahren, weil er nach dem ersten in seiner Kategorie vorne lag.“ Daraus wurde aber nichts: Mit dem Notarzthubschrauber wurde der Mailänder in das Bozner Spital geflogen, das er wenige Tage später wieder verlassen hat.<BR />