Montag, 21. März 2016

Er scheuchte die Kunden aus dem Laden – und sprengte sich in Luft

Im Zentrum der serbischen Hauptstadt Belgrad hat sich am Montag ein Mann in einer Bäckerei in die Luft gesprengt. Der Getötete habe den Sprengsatz selbst gezündet, erklärte die serbische Polizei.

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Nach Informationen der Internetausgabe der Tageszeitung „Kurir“ verjagte der Mann vor seiner Tat alle Menschen aus dem Geschäft. Dann habe er sich „auf die Bombe gelegt und diese gezündet“.

Nach ersten Ermittlungen erklärte die Polizei, um einen terroristischen Anschlag habe es sich offensichtlich nicht gehandelt. Der etwa 50 Jahre alter Mann habe „vor dem Zünden des Sprengsatzes zwei Angestellte und einen Käufer aufgefordert, das Geschäft zu verlassen“.

Ein Geschäftsbesitzer aus der Umgebung sagte, die Explosion sei nicht sehr laut gewesen – „wie beim Zusammenstoßen von zwei Autos“. Die Schaufenster der Bäckerei wurden bei der Explosion nicht zerstört.

Inhaber der Bäckerei ist laut örtlichen Medien der frühere Kulturminister Bratislav Petkovic, der auch als Berater von Präsident Tomislav Nikolic tätig war. Das Innenministerium leitete eine Untersuchung des Vorfalls ein. Die Polizei riegelte das Stadtviertel ab. Unweit vom Ort der Explosion liegen ein Markt, eine Oberschule und ein Sportzentrum.

apa/afp

stol