Das Verfahren begann vor einem Schwurgericht in Rom. Kaufmann ist wegen des mutmaßlichen Doppelmordes an seiner russischen Partnerin Anastasia Trofimova und der gemeinsamen einjährigen Tochter Andromeda angeklagt. Die Leichen der beiden Opfer waren am 7. Juni vergangenen Jahres im Park der Villa Pamphili in Rom gefunden worden, versteckt in Gebüschen und schwarzen Müllsäcken.<BR /><BR />Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll Kaufmann zunächst die Frau und anschließend das Kind erdrosselt haben. Die römische Staatsanwaltschaft beantragte ein sofortiges Verfahren, da die vorliegenden Ermittlungsergebnisse für einen Prozess als ausreichend erachtet wurden.<BR /><BR />Der Angeklagte erschien am ersten Verhandlungstag persönlich vor Gericht. Mit rasiertem Kopf und blauer Kapuzenjacke nahm er neben seinem Verteidiger Platz und gab an, „Rexal Ford“ zu heißen - ein Alias, das er in der Vergangenheit öfters verwendet hatte. Ihm werden zweifacher Mord unter erschwerenden Umständen sowie Leichenverbergung zur Last gelegt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1269636_image" /></div> <BR /><BR />Kaufmanns Verteidiger, Paolo Foti, beantragte ein psychiatrisches Gutachten. Die psychischen Bedingungen seines Mandanten hätten sich in den vergangenen Monaten in Haft deutlich verschlechtert. Die Staatsanwaltschaft widersprach dem Antrag. Das Gericht behielt sich eine Entscheidung nach Auswertung der medizinischen Unterlagen des Angeklagten vor.<BR /><BR />Zudem ließ das Gericht die Nebenklagen der Eltern von Trofimova sowie mehrerer Frauen- und Opferverbände zu. Während der Verhandlung verfolgte Kaufmann das Geschehen überwiegend schweigend, äußerte zeitweise wirre Bemerkungen und brach mehrfach in Tränen aus. Die Fortsetzung des Prozesses wurde auf den 9. Februar vertagt.<BR /><BR />Kaufmann, der sich früher unter verschiedenen falschen Identitäten als US-Regisseur ausgegeben haben soll, hat die Tat bislang nicht gestanden. Nach dem Verbrechen war er nach Griechenland geflohen und später nach Italien ausgeliefert worden. Derzeit befindet er sich im römischen Gefängnis Rebibbia.