<BR />Josef Peer wuchs als eines von elf Kindern auf einem Bauernhof im Gschnitztal auf. Früh arbeitete er in der Landwirtschaft mit und verbrachte die Sommer als Hirte auf der Alm. Der Zweite Weltkrieg prägte sein Leben stark: Mit Anfang 20 wurde er eingezogen, durch halb Europa geschickt und mehrfach verwundet. Erst nach mehr als sieben Jahren kehrte er in seine Heimat zurück. <BR /><BR />Er lernte Ida Gleischer kennen, die er später als „die schönste und netteste Frau im Stubaital“ beschrieb. Das Paar war 47 Jahre verheiratet und bekam sieben Kinder. Gemeinsam führten sie 25 Jahre lang die Bremer Hütte in den Stubaier Alpen. In dieser Zeit beschäftigten sie auch immer wieder Helfer aus Südtirol, weshalb Peer auch einigen Südtirolern in Erinnerung blieb.<BR /><BR />Musik prägte sein Leben: Als Bassbläser und langjähriger Obmann der Musikkapelle Trins sowie als Sänger im Kirchenchor blieb er bis ins hohe Alter aktiv. Sein Rezept für ein langes Leben formulierte er einmal so: „Ich hab’ nie einen Rausch gehabt, nie geraucht, und eine gute Frau gehabt.“ <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/panorama/108-jahre-und-kein-bisschen-leise-hab-eine-gute-frau-gehabt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Hier der Artikel und das Video anlässlich seines Geburtstags im Jänner)</a><BR /><BR />Nun ist Josef Peer wieder mit seiner geliebten Frau Ida vereint, die 1994 gestorben ist. Am Donnerstag um 15 Uhr wird er in seinem Heimatdorf Trins zu Grabe getragen.