Wenn Christoph Fissneider von Mirko spricht, klingt Sorge in seinen Sätzen mit: „Wir kennen uns schon sehr lange, unsere Familien sind eng miteinander befreundet.“<BR /><BR />Mirko, ein lebensfroher Familienvater aus Brixen, hatte schon früher mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, regelmäßige ärztliche Kontrollen gehörten zu seinem Alltag. Vor einigen Wochen dann erlitt Mirko eine Aortendissektion, also einen Einriss in der Gefäßwand der Aorta. Er musste notoperiert werden.<BR /><BR />Im Zuge des Krankenhausaufenthalts wurde er mit dem Loeys-Dietz-Syndrom diagnostiziert – eine seltene genetische Erkrankung, die das Bindegewebe und insbesondere die Gefäße schwächt. Bei diesem Syndrom können sowohl Aneurysmen (Aussackungen der Gefäßwand) als auch Dissektionen (Einrisse) auftreten. <h3> Notoperation und schwerer Schlaganfall</h3>Im Zuge der Notoperation in Trient erlitt Mirko einen schweren Schlaganfall. Nach dem Eingriff wurde er auf die Intensivstation des Krankenhauses Brixen verlegt. Am heutigen Dienstag erfolgt nun die Verlegung auf die Subintensivstation in Sterzing. Der Beginn der Rehabilitation ist für den 22. Oktober geplant. Mirko muss derzeit alles wieder neu erlernen – Bewegungen, Atmung, Sprache.<BR /><BR />„In Brixen is er wirklich sehr gut betreut worden – die Pfleger und Pflegerinnen leisten dort Unglaubliches und machen das mit Herz“, so sein Freund Christoph. <h3> Schwierige Situation für die ganze Familie</h3>Doch die Situation der Familie ist schwierig. Mirkos Frau Katharina steht mit den beiden Kindern vor großen Herausforderungen. „Sie ist eine unglaublich starke Frau. Sie war immer jemand, der anderen geholfen hat – und jetzt muss sie selbst lernen, Hilfe anzunehmen“, sagt Fissneider. <BR /><BR /> Die Familie wohnt im zweiten Stock ohne Aufzug, eine Rückkehr nach Hause wird kaum möglich sein, daher ist ein Umzug geplant. Freunde und Bekannte haben in Brixen kurzerhand gehandelt: Rund 20 Spendenboxen stehen derzeit in der Stadt und Umgebung. <BR /><BR />„Die Leute sind sehr großzügig. Jeder gibt was er kann – der Zusammenhalt ist enorm. Es ist einfach schwierig wenn der Haupternährer ausfällt, dann steht man vor dem Nichts.“ Mirko war bis zu seiner Erkrankung sportlich, aktiv, mittendrin im Leben: „Er war der Papa, der die Kinder in die Luft geschmissen hat“, sagt Christoph Fissneider „Und jetzt kämpft er sich Schritt für Schritt zurück ins Leben.“