Dienstag, 28. April 2015

Erdbeben: Alle Bergsteiger vom Mount Everest gerettet

Nach den Erdbeben-Lawinen am Mount Everest sind alle Abenteurer gerettet worden.

Foto: © APA/Reuters

Sie seien per Helikopter von den Höhencamps 1 und 2 ins Basislager gebracht worden, sagte Ang Tshering Sherpa vom Nepalesischen Bergsteigerverband am Dienstag. Insgesamt hätten 180 Bergsteiger festgesessen, weil die Abstiegsroute von Lawinen zerstört wurde. Die örtliche Polizei sprach zuvor von 205 Geretteten.

Nach dem gewaltigen Himalaya-Erdbeben am Samstag hatte eine Lawine auch Teile des Everest-Basislagers zerstört. Sherpa sagte, dabei seien 18 Menschen gestorben. Der örtliche Polizeisprecher sprach von 17 Toten. Ein Sprecher der Tourismusbehörde gab die Zahl mit mindestens 20 an. Das indische Militär, das bei der Rettungsaktion mithalf, sprach von 22 Toten.

Mehrere österreichische Bergsteiger, darunter der blinde Osttiroler Andreas Holzer und der Grazer Clemens Strauss, befanden sich am Dienstag weiterhin im vorgeschobenen Basislager (ABC, advanced base camp) auf rund 6.400 Meter Höhe auf der chinesischen Seite des Mount Everest. Sie warteten auf eine Entscheidung der chinesischen Behörden bezüglich des weiteren Vorgehens. Zunächst hatten die Behörden keine weiteren Aufstiege erlaubt. Strauss erwartete wegen der Nachbeben ein Scheitern seines Abenteuers.

apa/dpa

stol