Donnerstag, 21. April 2016

Erdbeben in Ecuador: Die Caritas hilft

Wie schon nach den Beben in Nepal, wo tausende Menschen ihr Hab und Gut verloren haben, sammelt die Südtiroler Caritas auch für die Erdbebenopfer in Ecuador.

Mehr als 500 Tote wurden nach den Erdbeben in Ecuador gezählt. Die Südtiroler Caritas möchte nun den Überlebenden helfen und sammelt Spenden.
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Mehr als 500 Tote wurden nach den Erdbeben in Ecuador gezählt. Die Südtiroler Caritas möchte nun den Überlebenden helfen und sammelt Spenden. - Foto: © LaPresse

Viele Ortschaften Ecuadors sind nach dem verheerenden Erdbeben am vergangenen Samstag ein Trümmerhaufen. Mehr als 500 Tote, Tausende Verletzte und zahlreiche Vermisste – das ist Tage danach die traurige Bilanz.

Zehntausende Menschen haben ihr Heim, ihre Arbeit, ihre Existenzgrundlage verloren. Sie leben und schlafen auf der Straße. Hilfskräfte versorgen sie mit dem Nötigsten. Gleichzeitig steigt die Gefahr von Epidemien an. Die Caritas verstärkt daher die Versorgung der betroffenen Frauen, Männer und Kinder mit frischem Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Zelten und Schlafmatten. 

Stärkstes Beben in Ecuador seit 40 Jahren

Das Beben ist das stärkste in Ecuador seit vier Jahrzehnten. Dabei leben 20 Prozent der Bevölkerung auch so schon unter der Armutsgrenze, viele leiden daher ohnehin schon an Mangelernährung. Und es sind gerade diese Bevölkerungsschichten, welche die Folgen des Erdbebens am härtesten trifft. Ihre wenig stabilen Unterkünfte sind total zerstört, die Menschen haben nichts mehr. Insgesamt hat das Erdbeben in sechs Provinzen Ecuadors große Schäden angerichtet: Häuser, Straßen, Brücken, alles ist in Trümmern. 

„Die Situation ist wirklich schlimm, besonders in den Provinzen Esmeralda und Manabi, wo ich lebe”, erzählt Pater Walter Coronel, ein Partner des Missionsamtes der Diözese Bozen-Brixen, mit gebrochener Stimme am Telefon. „Alles liegt in Trümmern, viele Menschen fanden darunter den Tod. Zahlreiche Verletzte wurden geborgen und werden nun auf den Plätzen und Feldern notversorgt. Frauen, Männer und Kinder flehen um Hilfe, um Nahrung und Wasser.“ 

"Es braucht viel Hilfe - und möglichst rasch"

Sie sind zu Tausenden, die ums Überleben kämpfen. Im Moment zählt daher die Grundversorgung: Essen, Trinkwasser, Unterkünfte, auch um dem drohenden Ausbruch von Krankheiten und Epidemien entgegenzuwirken. Denn schon in den vergangenen Wochen haben ständige Überschwemmungen dem Land und den Menschen hart zugesetzt. 

Das internationale Caritas-Netzwerk unterstützt die Caritas Ecuador deshalb bei der Nothilfe. Hunderte von freiwilligen Helfern verteilen Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter. „Ich bitte Euch alle, unterstützt diese armen Menschen“, richtet Pater Walter einen Hilferuf an die Südtiroler Bevölkerung. „Es braucht noch viel mehr Hilfe und zwar möglichst rasch“, unterstreicht Bischof Heras, der Präsident der Caritas Ecuador, den Hilferuf. 

Wer die Caritas bei der Hilfe für die vom Erdbeben betroffenen Menschen in Ecuador unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende unter dem Kennwort „Ecuador“ an folgende Bankkonten tun: 

Südtiroler Sparkasse: IBAN: IT17X0604511601000000110801
Raiffeisen Landesbank: IBAN: IT42F0349311600000300200018
Südtiroler Volksbank: IBAN: IT12R0585611601050571000032

Intesa Sanpaolo: IBAN: IT18B0306911619000006000065

stol