Enzo Cuomo (63), seine Ehefrau Trini Adrian (53) und die gemeinsame Tochter Isabella (22) aus der Gemeinde Laviano in der Provinz Salerno kamen bei dem Einsturz eines 14-stöckigen Wohnhauses im Stadtteil Los Palos Grandes ums Leben.<BR /><BR />Die drei lebten im obersten Stockwerk des Gebäudes „Petunia“, das den schweren Erdstößen mit Magnituden von 7,2 und 7,5 nicht standhielt und vollständig kollabierte. Rettungskräfte fanden die Opfer in den Trümmern des Hauses, aus dem zuvor zwei weitere Bewohner lebend geborgen worden waren.<BR /><BR />Enzo Cuomo war in Caracas als Architekt tätig und galt im Umfeld als angesehener Fachmann. Nach Angaben aus dem Familienkreis hatte er sich intensiv mit der Gestaltung seiner Wohnung im obersten Stock beschäftigt. Seine Tochter Isabella studierte und wollte nach Angaben von Angehörigen eine Karriere im Bereich Mode einschlagen, mit besonderem Interesse an italienischem Design. Die Mutter Trini begleitete die Ausbildung der Tochter eng.<BR /><BR />Die Nachricht vom Tod der Familie löste auch in Italien große Betroffenheit aus. Enzo Cuomo stammte aus Laviano, einem Ort, der bereits 1980 schwer vom Erdbeben in der Region Irpinien betroffen war, das mehr als 300 Menschenleben forderte. Auch die Großeltern von Enzo Cuomo kamen damals ums Leben, als ihr Haus zusammenbrach.<BR /><BR />Die Familie ist damit auf tragische Weise über Generationen hinweg mit zwei schweren Erdbeben verbunden - eines in Italien, eines Jahrzehnte später in Südamerika. Während Teile der Familie längst nach Italien zurückgekehrt waren, lebte Enzo Cuomo seit vielen Jahren in Venezuela.<BR />Sein Bruder Gerardo Cuomo, der heute in Mailand lebt, hatte nach dem Beben den Kontakt zur Familie verloren und die Behörden informiert. <BR />Auch der Sohn der Familie, Carlo Francesco Cuomo, der ebenfalls in Mailand lebt, bereitet nach Angaben der Angehörigen eine Reise nach Venezuela vor, um sich um die Identifizierung und die Rückführung der Opfer zu kümmern.<BR /><BR />Das eingestürzte Wohnhaus war nach früheren Erdbeben in den 1960er- und 1970er-Jahren teilweise saniert worden und galt als vergleichsweise stabil. Dennoch konnte es den jüngsten Erdstößen nicht standhalten. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Einsturzes dauern an.