Donnerstag, 25. August 2016

Erdbeben: Südtiroler Erkundungstrupp vor Ort

Es braucht jeden Mann im Erdbebengebiet in Mittelitalien. Auch nach mehr als 24 Stunden werden noch viele Menschen vermisst. Auch die Südtiroler Rettungstruppen sind bereit, zu helfen.

Hunde sind den Hilfskräften bei der Suche nach Menschen, die noch unter den Trümmern liegen, besonders nützlich. - Foto: A. Bevölkerungsschutz
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Hunde sind den Hilfskräften bei der Suche nach Menschen, die noch unter den Trümmern liegen, besonders nützlich. - Foto: A. Bevölkerungsschutz

Am frühen Mittwochnachmittag war ein Erkundungsteam, zusammengesetzt aus einem Mitarbeiter der Agentur für Bevölkerungsschutz, einem Mitglied des Weißen Kreuzes und zwei Mitgliedern des Roten Kreuzes, ins Erdbebengebiet aufgebrochen.

„Unsere Leute verschaffen sich vor Ort einen Überblick über Lage, Einsatzort und Rahmenbedingungen und leiten alle Maßnahmen in die Wege, die für den eventuellen Einsatz des Hilfszuges notwendig sind“, so der Direktor der Südtiroler Agentur für Bevölkerungsschutz Pollinger.

Und auch 13 Südtiroler Hundeführer sind bereits in Mittelitalien angekommen, um vor Ort Hilfe zu leisten.

Um 17 Uhr fand dann ein Treffen zwischen den Mitarbeitern der Agentur, der Berufsfeuerwehr Bozen, dem Landesfeuerwehrverband und den Freiwilligenorganisationen wie Berg- und Höhlenrettung, GOER, Weißes und Rotes Kreuz statt, bei dem alle über die Lage im Erdbebengebiet in Mittelitalien informiert wurden.

Das Team des Hilfszugs, 21 Personen, steht bereit, auf Anfrage des Nationalen Zivilschutzes unter der Führung von Andreas Simmerle ins Erdbebengebiet zu starten. Der Hilfszug soll vor Ort rund 250 Personen Unterkunft, medizinische Versorgung und Verpflegung bieten. Dazu müssen über 20 Zelte, Feldbetten, Decken, Feldküche, Toiletten, Stromkabel und vieles mehr mit Lkw ins Erdbebengebiet transportiert werden.

In einer Videokonferenz der Regionen um 19 Uhr wurden noch Anfragen und Details zu den Einsätzen geklärt.

Am heutigen Donnerstag Morgen findet die nächste Lagebesprechung statt.

stol

stol