Montag, 02. August 2021

Erdrutsche in Italien mit 20 Milliarden Euro Schaden in 7 Jahren

Überschwemmungen und Erdrutsche haben in Italien von 2013 bis 2019 Schäden in der Größenordnung von 20,3 Milliarden Euro verursacht, dies entspricht durchschnittlich fast 3 Milliarden Euro pro Jahr. Das geht aus einer von Greenpeace Italien durchgeführten Studie über extreme Wetterereignisse hervor, die am Montag veröffentlicht wurde.

Erdrutsche sorgten in Italien in den vergangenen Jahren für Schäden in Milliardenhöhe.
Erdrutsche sorgten in Italien in den vergangenen Jahren für Schäden in Milliardenhöhe. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
In Italien sind mehr als 90 Prozent der über 8000 Gemeinden von Erdrutschungen oder Überschwemmungen bedroht. Eine Gefahr, die 7,5 Millionen Bürgern betrifft, wie Daniele Spizzichino, Ingenieur der Abteilung für geologische Dienste von Ispra, dem italienischen Institut für Umweltforschung und Umweltschutz, gegenüber Greenpeace, erklärte.

„Die derzeitige klimatische Lage führt dazu, dass Phänomene wie Überschwemmungen, Erdrutsche, Brände oder Dürren in Italien intensiver und häufiger auftreten. Diese Ereignisse fordern nicht nur Dutzende von Opfern, sondern haben auch erhebliche negative Auswirkungen auf die Wirtschaft“, sagte Federico Spadini, Sprecher von Greenpeace Italien.

Die Greenpeace-Studie zeigt auch, dass der Staat den Regionen von 2013 bis 2019 nur 10 Prozent der durch Überschwemmungen und Erdrutsche verursachten Schäden erstattet hat. In Italien betrugen die für die Prävention eingesetzten Mittel in diesen 7 Jahren 2,1 Milliarden Euro, was kaum ein Zehntel des geschätzten Schadens ausmacht.

„Wir müssen die Treibhausgasemissionen rasch auf Null reduzieren, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen“, so Spadini. „Dies ist ein Weg ist, den diese Regierung trotz ihrer Ankündigungen nicht eingeschlagen zu haben scheint“, sagte der Experte.

apa