Nicht alles muss immer sofort abgerissen werden. Wenn sich Initiativen bilden wie im Falle der Pforzheimer Hütte in Schlinig, können Dinge auch bewahrt werden. Im konkreten Fall kann von einem großen Erfolg gesprochen werden.<BR /><BR />Wer in Richtung Sesvennahütte will, kann gar nicht anders, als die Pforzheimer Hütte zu sehen. Sie wurde zwischen 1899 und 1901 im Auftrag des Deutschen Alpenvereins Sektion Pforzheim erbaut, heißt dementsprechend so, und war bis 1918 bewirtschaftet.<BR /><BR />Mit der Annexion Südtirols durch Italien ging die Pforzheimer Hütte in Staatsbesitz über und wurde von der italienischen Finanzwache als Stützpunkt genutzt, um das Schmuggler- und Wildereraufkommen zu kontrollieren. Nach einem Brand in den 1960-iger Jahren wurde das unbenutzbar gewordene Bauwerk dem Verfall preisgegeben. <h3> Gar einige wollten den Abriss</h3>1998 wurde die Alte Pforzheimer Hütte an das Land Südtirol übertragen und nach anfänglichen Abrissplänen – es gab gar einige Personen, die sich dies wünschten – schließlich von der Landesregierung unter Denkmalschutz gestellt. Es war damals der Verein „Cunfin“, der maßgeblich am Schutz der Hütte beteiligt war, entsprechend wurde dessen Mitgliedern, darunter Jürgen Wallnöfer und dem verstorbenen Sepp Saurer aus Schlinig, bei der offiziellen Eröffnung der Hütte gedankt. Offiziell deshalb, weil in die Hütte bereits zuvor Leben eingezogen war. <BR /><BR />Landeshauptmann Arno Kompatscher sowie weitere Vertreter von Landesregierung und -ämtern, Gemeinde Mals, der Fraktion Schlinig, des AVS und der Bergrettung, aber auch des Forum Prävention waren anwesend. Peter Koler vom Forum Prävention dankte allen, die bei der Renovierung mitgemacht hatten oder diese unterstützten. Die Fachstelle Jugend des Forum Prävention übernimmt die Leitung der Selbstversorgerhütte – Schwerpunkt der Angebote seien Persönlichkeitsentwicklung, Mental Health und junge Kultur. <h3> Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten</h3>Von den jahrelangen Bauarbeiten berichtete bei der Feier am Samstag Florian Pallua von der Forum Prävention-Fachstelle Jugend. Der Dank galt auch den weiteren Sponsoren und Handwerkern sowie den jungen Menschen, die aktiv an der Renovierung mitgewirkt hatten. <BR /><BR /> Cunfin-Vertreter Jürgen Wallnöfer erinnerte schließlich noch an die nicht einfachen Bemühungen, das Haus zu erhalten und dankte seinerseits allen Beteiligten für die wertvolle Unterstützung dabei.