In Brixen geboren, wuchs er aber bei den Meraner Großeltern auf. Auch als er noch Radio- und Fernsehregisseur bei RAI Südtirol war, schätzte er den Ritten als Herzenslandschaft, schon weil seine geliebte Mutter seit 1970 hier lebte, wo er selbst ausgiebige Sommerfrischen verbrachte und auch einen Ort seiner künstlerischen Betätigung fand: 13 Mal hat er im Zeitraum 1974 bis 1990 bei den Rittner Sommerspielen Regie geführt, bei den besten Stücken der Tiroler Theaterklassiker Schönherr und Kranewitter, aber auch bei anspruchsvollen Stücken der Welt- literatur. <h3>Radio- und Fernsehregisseur</h3>Viele der Darsteller aus jener Zeit hatte er schon für seine unzähligen Hörspielproduktionen im Radio entdeckt, begabte Laienspieler, von denen nicht wenige Berufsschauspieler geworden sind. Legendär in ihrem realistischen Inszenierungsstil sind seine Rittner Regien von Schönherrs „Erde“ und „Frau Suitner“ mit Julia Gschnitzer und Bruno Hosp geworden, welch letztere sogar zu einem Gastspiel am Tiroler Landestheater Innsbruck eingeladen worden ist – wie es ihm übrigens auch immer ein besonderes Anliegen war, die Theaterkontakte nach Innsbruck zu pflegen und zu fördern.<BR /><BR />Ebenso war es ihm wichtig, in dem schwierigen Metier des Volksschauspiels und des Volksstücks jeden Kitsch zu vermeiden und eine geradezu akribische Authentizität zu erreichen. Das zeigte sich auch beim großen Meraner Volksschauspiel von Carl Wolf, das (verboten unter faschistischer Herrschaft) von Innerebner in den Jahren 1959, 1984 und 2009 als großes Freilichtspiel eindrucksvoll inszeniert worden ist. <h3> Leistete wertvolle Pionierarbeit für das Berufstheater in Südtirol</h3>Erich Innerebner hat schon früh die Berufung fürs Theater und für den Rundfunk gespürt und konnte dann in mehr als 30 Jahren im Funkhaus am Mazziniplatz einen umfangreichen Fundus an Hörspielen aufbauen – mit den besten Südtiroler Theateramateuren und vielfach auch mit dem Ensemble des Tiroler Landestheaters. Schließlich konnte er als Begründer des Südtiroler Ensembletheaters und Mitbegründer der Bozner Passionsspiele und der Vereinigten Bühnen Bozen wertvolle Pionierarbeit für das Berufstheater in Südtirol leisten.<BR /><BR />Erich Innerebners letzte Regiearbeit war auf Wunsch des damaligen Intendanten Thomas Seeber „Harold und Maud“ bei den VBB mit der ebenfalls von ihm nach Südtirol und auch für mehrere Sommerspiele-Inszenierungen auf den Ritten geholten österreichischen Kammerschauspielerin Julia Gschnitzer. <BR /><BR />von Inga Hosp