<BR />Die beiden Jäger aus dem Trentino, die der Tötung der Bärin F36 verdächtigt werden, haben ein verkürztes Verfahren beantragt. Der Richter hat dem stattgegeben und die Verhandlung vertagt: Nun müssen sich die beiden ab 24. April am Landesgericht Trient verantworten. <BR /><BR />Heute hat die Tierschutzorganisation LNDC Animal Protection beantragt, sich als Nebenkläger einlassen zu können. Am nächsten Verhandlungstag entscheidet der Richter darüber. Mehrere andere Tierschutzorganisationen sind bereits Prozessparteien, darunter die Vereinigung Leal. <BR /><BR />Die Ermittlungen – gestützt auf ballistische Untersuchungen und Telefonaufzeichnungen – hätten ergeben, dass F36 am 24. September durch einen Schuss aus einem 600 Meter entfernten Hochsitz getötet wurde, während sie sich absolut ungefährlich verhalten habe, stellte Leal gestern in einer Aussendung fest. <h3> Bleispuren am Körper festgestellt</h3>Wie berichtet, war der Kadaver der Bärin am 27. September 2023 im Bondonetal in der Trentiner Gemeinde Sella Giudicarie aufgefunden worden. F36 war infolge eines Schusses verendet, am Körper waren Bleispuren festgestellt worden. <BR /><BR />Den beiden Jägern wird im Sinne von Art. 544 StGB die Tötung eines Tieres aus Grausamkeit und ohne Grund vorgeworfen. Die Trienter Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich beabsichtigt, den Fall zu den Akten zu legen, doch der U-Richter hatte dem Einspruch der Liga gegen Tierversuche (LAV) stattgegeben und eine Zwangsanklage verfügt. <BR /><BR />Auch die Anwältin der Tierschutzvereinigung Leal, Aurora Rosaria Loprete, findet nach dem heutigen Prozessauftakt klare Worte: „Unser Rekurs gegen die Einstellung des Verfahrens hat verhindert, dass diese Wilderei ungestraft davonkommt“, betont sie. Auch die Verhandlung im April werde man genau verfolgen. Die Wahrheit müsse vollständig aufgedeckt werden, auch wenn es sich um ein verkürztes Verfahren handelt.