Mittwoch, 16. Oktober 2019

Ermittler stoppen bisher größte Kinderpornoseite im Darknet

Ermittler aus den USA, Südkorea, Deutschland und anderen Staaten haben nach eigenen Angaben die bisher größte Webseite für Kinderpornografie im Darknet gestoppt.

337 Nutzer der Plattform wurden festgenommen und angeklagt.
337 Nutzer der Plattform wurden festgenommen und angeklagt. - Foto: © APA (dpa/Symbolbild) / Silas Stein

Rund um die Welt seien deswegen bisher 337 Nutzer der Plattform festgenommen und angeklagt worden, berichtete das US-Justizministerium am Mittwoch. Zudem seien 23 Kinder aus andauernden Missbrauchssituationen gerettet worden.

Die bereits im März 2018 ausgehobene Plattform „Welcome to Video“ funktionierte demnach mit Hilfe anonymer Bitcoin-Zahlungen. Ermittler hätten rund acht Terabyte Daten sichergestellt, darunter rund 250.000 kinderpornografische Videos, hieß es weiter. Fast die Hälfte der Bilder und Videos waren Ermittlern zufolge vorher nirgends sonst im Internet aufgetaucht. Bei der Plattform seien rund eine Million Bitcoin-Adressen registriert gewesen, was darauf hindeute, dass es bis zu eine Million Nutzer gegeben haben könnte, hieß es.

23-Jähriger angeklagt

Der mutmaßliche Betreiber der Webseite, ein 23-jähriger Südkoreaner, wurde von der US-Justiz nun in neun Punkten angeklagt. Er wurde demnach bereits in Südkorea verurteilt und sitzt dort im Gefängnis. Ermittler gaben das Vorgehen gegen die Webseite erst jetzt bekannt, um Zeit für weitere Untersuchungen und Festnahmen zu haben.

Die 337 festgenommenen Nutzer der Plattform kamen den Angaben zufolge aus den USA sowie unter anderem aus Großbritannien, Südkorea, Deutschland, Saudi-Arabien, Irland, Spanien und Brasilien.

apa

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