Anzeige erstattet haben laut „Repubblica“ heuer im April 3 Wehrdienstleistende. Sie wandten sich an die Finanzpolizei. Daraufhin soll auch die Bozner Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet haben. Die Wehrdienstleistenden sollen berichtet haben, dass der Feldwebel seine Untergeben immer wieder beleidige und für Arbeiten abkommandiere, die nicht zu ihren Aufgaben zählten. <BR /><BR />Darunter seien auch Arbeiten gewesen, mit denen eine externe Firma beauftragt – und bezahlt – worden sei, sollen die Wehrdienstleistenden erklärt haben.<BR /><BR />Ein weiterer Stein des Anstoßes sei die Einteilung von Diensten. Auch hätten die Wehrdienstleistenden laut Bericht von „Repubblica“ Unregelmäßigkeiten bezüglich des Bierankaufes für die Offiziersmesse und der Nutzung des Fitnessraums als Massageraum gemeldet. <BR /><BR />Schließlich soll in der Anzeige auch die Installation von – laut Anzeige nicht genehmigten – Überwachungskameras angeprangert worden sein. <BR /><BR />Das italienische Heer hat noch gestern reagiert. Wie es in einer Stellungnahme bekräftigte, habe man „in Bezug auf mutmaßliche Verstöße eine interne Untersuchung eingeleitet“ und bekräftige „das uneingeschränkte Vertrauen in die Ermittlungsbehörden“. <BR /><BR />Man werde „wie immer eine größtmögliche Zusammenarbeit mit den Justizbehörden“ gewährleisten. Bis Redaktionsschluss gab es noch keine Stellungnahme der Staatsanwaltschaft zum genauen Gegenstand der Ermittlungen bzw. des möglichen Straftatbestandes. Für den Feldwebel gilt die Unschuldsvermutung.