Donnerstag, 08. April 2021

Ermittlungen gegen 60 Impf-Vordrängler in Italien

Die Polizei in der norditalienischen Stadt Biella hat Ermittlungen gegen 60 Personen aufgenommen, weil sie geimpft wurden, obwohl sie laut dem nationalen Impfplan dazu kein Recht hatten.

Das Impfen soll schneller werden.
Das Impfen soll schneller werden. - Foto: © dpa / Sven Hoppe
Die Ermittlungen betreffen unter anderem Manager, Rechtsanwälte und Steuerberater, berichtete die Tageszeitung „La Stampa“ am Donnerstag. Die Ermittler prüften dabei die Liste der Personen, die in den vergangenen Wochen geimpft wurden, genau.

Auch die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Aosta ermittelt in der autonomen Region. Ankläger Francesco Pizzato will prüfen, ob der mit der Regierung vereinbarte Impfplan dort wirklich umgesetzt worden sei und ob Personen geimpft wurden, obwohl sie nicht zu den Gruppen gehören, die Vorrang haben.

Der Bürgermeister der als Mafia-Hochburg bekannten sizilianische Kleinstadt Corleone, Nicolo Nicolosi, musste vor einigen Wochen zurücktreten, nachdem Carabinieri festgestellt hatten, dass er und einige seiner engsten Mitarbeiter bereits Mitte Februar gegen das Coronavirus geimpft worden waren, obwohl sie nicht das Recht dazu hatten.

apa