Die Mitteilungen über den Abschluss der Erhebungen wurden den Betroffenen in diesen Tagen zugestellt. Für Schwazer lautet der Vorwurf auf Sportbetrug. Die anderen drei Personen werden der Begünstigung verdächtigt: Sie hätten vom Doping gewusst, aber dies nicht gemeldet. Ob dieses mutmaßliche Mitwissen bzw. Versäumnis rein juridisch schon als strafbare Handlung eingestuft werden kann, wird sich weisen. Über die Namen der drei Betroffenen bewahrt die Staatsanwaltschaft vorerst Stillschweigen, da sie – wie auch Schwazer – ab jetzt zwei Wochen Zeit haben, ihre Gegendarstellung bzw. entlastende Unterlagen einzureichen. Erst dann wird Staatsanwalt Giancarlo Bramante über eine Anklage entscheiden, heißt es in dem "Dolomiten"-Bericht.Bekanntlich war der positive Doping-Test kurz vor Beginn der Olympischen Spiele 2012 bekannt geworden. Die Fahnder glauben aber, etliche Hinweise zu haben, wonach jener Dopingfall kein Einzelfall gewesen sei.Auf Sportbetrug stehen Haftstrafen zwischen drei Monaten und drei Jahren. Unter Umstände würde Alex Schwazer gemäß einem neuen Gesetz die Möglichkeit haben, es gar nicht auf ein ordentliches Strafverfahren ankommen zu lassen, heißt es im "Dolomiten"-Bericht. Stattdessen könne er unter Umständen beantragen, Sozialarbeit abzuleisten und sich an einem Resozialisierungsprogramm zu beteiligen. stol/rc___________________________________________Weiterlesen in den "Dolomiten".