Vor allem in den Regionen Venetien, Lombardei und Piemont war der Unbekannte aktiv. Im vergangenen Mai war ein mutmaßlicher Radarfallen-Saboteur den Ermittlern ins Netz gegangen. Dabei handelt es sich um einen 43-jährigen Metallarbeiter, der verdächtigt wird, zumindest sieben Radarfallen in der Provinz Rovigo sabotiert zu haben.<BR /><BR />Die Staatsanwaltschaft von Rovigo hat jetzt ihre Ermittlungen im Fall abgeschlossen. Dem Verdächtigen wird schwere Sachbeschädigung vorgeworfen. Er soll nicht allein, sondern „in konspirativer Zusammenarbeit mit Unbekannten mehrere Blitzer an Staats-, Regional- und Provinzstraßen abgesägt, zerstört und sie unbrauchbar gemacht haben“, geht aus der Anklageschrift hervor. Die Ermittler hatten bei einer Hausdurchsuchung beim Metallarbeiter Gegenstände beschlagnahmt, die die Vorwürfe bestätigen. <BR /><BR />In den vergangenen Monaten waren in Norditalien mehrere Radarfallen illegal „deaktiviert“ worden. In den sozialen Netzwerken wurde der damals noch unbekannte „Fleximan“ von mehreren Usern als „Robin Hood der Autofahrer“ gelobt. Insgesamt sind inzwischen 24 Geräte zerstört worden - auch in der Lombardei und im Trentino. Über ein halbes Dutzend Staatsanwaltschaften beschäftigten sich mit den Fällen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1146354_image" /></div> <BR /><BR />Die Sabotageakte hatten eine Diskussion über die Anzahl der aufgestellten Radargeräte entfacht. Denn Italien ist das Land mit den meisten Blitzern europaweit: 11.130 Geräte gibt es landesweit. <BR /><BR />Konsumentenschutzverbände klagen, dass Gemeinden die Radarfallen oft aufstellen würden, um mit den Strafen ihre leeren Kassen aufzufüllen. Zuletzt ist es wiederholt zu Protesten gegen die Blitzer gekommen.