Das Kleinkind hatte bis dahin keinerlei gesundheitliche Probleme gezeigt. Nun soll eine Obduktion die Umstände seines plötzlichen Todes aufklären.<BR /><BR /> Wegen der starken Unterleibsschmerzen des Kindes hatte der Hausarzt den Eltern geraten, das nächstgelegene Krankenhaus in Rho aufzusuchen. Dort übernahmen Kinderärzte die Erstversorgung, führten diagnostische Untersuchungen durch und verabreichten Infusionen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.<BR /><BR />Im Laufe einiger Stunden verschlechterte sich der Zustand des Mädchens jedoch drastisch, bis es schließlich zu einem ersten Herzstillstand kam.<BR /><BR />Nachdem die Ärzte das Kind stabilisieren konnten, wurde es am Mittwochabend nach 23 Uhr per Notfallverlegung in die spezialisierte Mailänder Kinderklinik „Buzzi“ gebracht. <BR /><BR />Trotz aller Versuche der Spezialisten hörte das Mädchen dort am Donnerstagmorgen auf zu atmen.<h3> Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein</h3>Die Direktion des Krankenhausbetriebs erstattete – wie in solchen Fällen üblich – umgehend Anzeige bei der Justiz, um die Todesursache lückenlos aufzuklären. Die Staatsanwaltschaft Mailand hat daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.<BR /><BR />Sobald der diensthabenden Staatsanwältin Rosaria Stagnaro, die die Ermittlungen gemeinsam mit dem stellvertretenden Chefstaatsanwalt Roberto Piscitello leitet, die medizinischen Unterlagen vorliegen – einschließlich einer ersten Rekonstruktion der Ereignisse, Angaben zur Diagnose, den verschriebenen Therapien sowie den durchgeführten Untersuchungen –, wird sie die behandelnden Ärzte ins Ermittlungsregister eintragen. <BR /><BR />Dieser Schritt erfolgt als rechtliche Absicherung für die Mediziner. Im Anschluss wird die Obduktion angeordnet, an der sowohl die Beschuldigten als auch die Familie des Mädchens zusammen mit ihren Gutachtern teilnehmen können.<BR /><BR />Auch die Gesundheitsbehörden der Region Lombardei und die Sanitätseinheit ATS Milano schalteten sich ein. Eine eigene Prüfkommission soll untersuchen, ob die angewendeten Notfallprotokolle ordnungsgemäß eingehalten wurden. Der regionale Gesundheitslandesrat Guido Bertolaso drückte der Familie sein Beileid aus und forderte eine gründliche Aufarbeitung aller Abläufe.