Die Erhebung der Staatsanwaltschaft, bei der geprüft wurde, ob es Mitverantwortliche für das Unglück gab, ist abgeschlossen. Im Raum steht der Verdacht auf fahrlässige Tötung, und zwar gegen einen Skiurlauber aus Deutschland (83), den gesetzlichen Vertreter der Aufstiegsanlage und 2 Maschinisten. <BR /><BR />Den Ermittlungen zufolge soll sich der Skistock des Urlaubers beim Einsteigen im Sessel des Lifts verhakt haben. Als sich der Mann setzen wollte, sollen sich seine Skier und jene von Erna Perathoner Moroder ineinander verhakt haben. <BR /><BR />Beim Versuch, das Problem zu lösen und ihren Platz in dem 6er-Sessellift einzunehmen, scheinen die beiden Fahrgäste übersehen zu haben, dass der Sicherheitsbügel noch offen war. Etwa 70 Meter nach dem Start passierte es dann: Erna Perathoner Moroder stürzte rund 7 Meter in die Tiefe. <BR /><BR />Ihre Begleiterin (69) versuchte noch, sie festzuhalten, verlor dabei aber selbst das Gleichgewicht und fiel ebenfalls vom Lift. Erna Perathoner Moroders Leben konnte nicht mehr gerettet werden. <BR /><BR />Da ihre Begleiterin keine Anzeige erstattet hat, wurde der Teil des Ermittlungsverfahrens, der fahrlässige Körperverletzung betraf, eingestellt. <BR /><BR />Die Verteidiger der 4 Personen, gegen die ermittelt wurde, haben 20 Tage Zeit, Entlastungsmaterial beizubringen – sollte dieses die Staatsanwaltschaft nicht überzeugen, wird sie Anklage erheben.