Mittwoch, 03. April 2019

Erneut Baby nach Beschneidung in Italien gestorben

Zum zweiten Mal binnen 10 Tagen ist ein Baby in Italien infolge einer Beschneidung zu Hause ums Leben gekommen.

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Bei dem Opfer handelt es sich um einen nigerianischen Buben, der mit seinen Eltern in Genua lebte. Die Mutter und die Großmutter des Kindes wurden laut italienischen Medien von der Polizei ausführlich zu dem Fall befragt. Die beiden und ein weiterer Verdächtiger seien festgenommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch. Ihnen werde Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.

Die beiden nigerianischen Frauen hatten Ansa zufolge den Notarzt alarmiert. Die Rettungskräfte konnten beim Eintreffen aber nichts mehr für das Baby tun.

Erst vor 10 Tagen war ein Bub in einem Krankenhaus in Bologna gestorben, gegen die Eltern wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Die aus Ghana stammenden Eltern sollen demnach die Beschneidung selbst an ihrem Wohnort in dem Ort Scandiano bei Reggio Emilia vorgenommen haben. Danach habe sich der Zustand des Babys schnell verschlechtert. In der Nacht auf Samstag starb es an einem Herzstillstand und Blutungen.

Vor allem muslimische und jüdische Familien lassen ihre Kinder aus hygienischen und religiösen Gründen beschneiden. Gesundheitsministerin Giulia Grillo warnte Eltern davor, die Beschneidungen illegal durchzuführen.

apa/dpa

stol