Die libysche Küstenwache teilte am Montag mit, vor der Küste des nordafrikanischen Landes seien 108 Menschen aus Seenot gerettet worden. Zwei weitere seien ertrunken, zehn würden vermisst.Die Rettung rund zehn Kilometer westlich von Tripolis sei in letzter Minute erfolgt: Das Boot der Flüchtlinge sei schon "fast ganz unter Wasser" gewesen, sagte Küstenwacheoffizier Ashraf al-Badri. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, trugen die Flüchtlinge keine Rettungswesten.Seit Jahresbeginn gelangten nach Angaben der Vereinten Nationen vom November bereits mehr als 750.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa. Etwa 3500 Menschen ertranken oder verschwanden während der gefährlichen Überfahrt.Libyen ist dabei eine Drehscheibe für Flüchtlinge und Menschenschmuggler. Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 versinkt das Land in Chaos und Gewalt.apa