Sonntag, 20. Dezember 2020

Italiener stürmen Stadtzentren am Wochenende vor dem Lockdown

Die Italiener haben das letzte Wochenende vor Beginn eines erneuten strengen Lockdowns über die Weihnachtsfeiertage für ihre letzten Einkäufe genutzt. Die Stadtzentren wurden von Menschen gestürmt, die letzte Weihnachtseinkäufe erledigten.

Am letzten Wochenende vor Weihnachten zog es die Leute erneut nach Turin.
Am letzten Wochenende vor Weihnachten zog es die Leute erneut nach Turin. - Foto: © ANSA / Alessandro Di Marco
Millionen von Italienern verreisten, um vor Inkrafttreten der inneritalienischen Reisebeschränkungen Angehörige außerhalb ihrer Region zu erreichen. Die Italiener müssen Weihnachten und Silvester in diesem Jahr im strikten Lockdown verbringen. Das ganze Land wird ab Montag zur „Roten Zone“ erklärt – der höchsten Stufe der dreifarbigen Corona-Skala. Zwischen 24. Dezember und 6. Jänner gelten strikte Einschränkungen. Nur an 4 Tagen werden die Regelungen etwas gelockert.



Verschiedene Aufnahmen zeigen Menschenansammlungen auf den Straßen und lange Schlangen in Rom, Mailand, Neapel, oder auch in Turin. Es scheint fast so, als wäre es wie jedes andere Wochenende kurz vor Weihnachten – trotz Corona wollen die Leute auch in diesem Jahr nicht auf einen Einkaufsbummel in der Stadt verzichten.



In Rom wurden Straßen wegen der großen Menschenmenge gesperrt.

Die italienischen Behörden wollen scharf gegen Verstöße gegen die beschlossenen Anti-Corona-Beschränkungen über die Weihnachtsfeiertage vorgehen. So sollen zwischen Weihnachten und Neujahr 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein, kündigte das Innenministerium an. Auch Grenzen, Flughäfen und Bahnhöfe sollen streng kontrolliert werden. Für aus dem Ausland Einreisende gilt ab heute (Sonntag) eine zehntägige Quarantänepflicht. Einer Quarantäne müssen sich auch Italiener unterziehen, die aus dem Ausland zurückkehren.

ansa/apa