Sonntag, 12. Mai 2019

Ernstfall bei Großübung „ISAK“ in Natz-Schabs geprobt

Die Landesleitung der Südtiroler Berg- und Höhlenrettung des CNSAS hat am Wochenenende eine Großübung namens „ISAK“ organisiert. Beim Szenario einer Vermisstensuche beteiligten sich hunderte Einsatzkräfte und 14 Organisationen

Auch Hubschrauber waren bei der Übung dabei. Foto: Alan Bianchi
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Auch Hubschrauber waren bei der Übung dabei. Foto: Alan Bianchi

„Je öfter solche Einsätze geübt werden, desto besser funktioniert die Rettungskette im Ernstfall,“ so Giorgio Gajer, Präsident der Südtiroler Berg- und Höhlenrettung. Jede Zivilschutzkraft, wie die Feuerwehr, die Wasserrettung und der Zivilschutz selbst, so wie auch die verschiedenen Ordnungskräfte, hätten alle ihre besondere Rolle, aber auch ihre Eigenheiten. Das Zusammenspiel müsse geübt werden.

Neben Bergrettung, Hundestaffel, Hundestaffel der Staatspolizei, Wasserrettung, Höhlenrettung, Weißem und Rotem Kreuz, Hilfszug Zivilschutz im Weißen Kreuz, Freiwilliger Feuerwehr, Gruppe Goer, Landesnotrufzentrale, Heli Flugrettung, Bergrettung der Finanzwache war das Verteidigungsministerium mit den Hubschraubern der Sezione Aerea der Finanzwache von Bozen und des 4. Comando di Raggruppamento Aves Altair an der Aktion beteiligt. Ebenfalls hervorzuheben sei die Teilnahme einer 30ig köpfigen Bergrettungsmannschaft aus dem Veneto und dem Piemont und Friaul-Julisch-Venetien, mit der eine lange Tradition der Zusammenarbeit in der Ausbildung der Suchtechniker bestehe.

Die Großübung dauerte 2 Tage an. Foto: Alan Bianchi  

200 Rettungskräfte pro Tag standen im Einsatz, an beiden Tagen waren es somit rund 400 Einsatzkräfte. Die Landesagentur für Zivilschutz und der Hilfszug Zivilschutz im Weißen Kreuz haben ISAK mit Logistik und Verpflegung unterstützt. Alle Aktionen fanden unter der Aufsicht des Bürgermeisters von Natz Schabs Alexander Überbacher seiner Funktion als Zivilschutzverantwortlichem seiner Gemeinde statt. Die Übung begann am Samstag, 11. Mai um 10 Uhr und endete am Sonntag, 12. Mai am frühen Nachmittag.

Die Szenarien: 

Am Samstag wurde folgendes Szenario geprobt: Der Besitzer eines Bauernhofes in der Gegend am Zusammenfluss von Vals und Rienz, bemerkte eine Gruppe von 3 oder 4 Personen, die sich auf einen Wasserausflug in der Rienz vorbereiteten (wahrscheinlich Hydrospeed oder ähnlich). Später sah er, wie die Flutwelle aus dem Damm austrat und danach weder die Personen noch das Material sah.

Nach einer kurzen Suche/Lokalisierung (Luft Hubschrauber + Land Suchtrupps) griffen zunächst die Wasserrettung und die Feuerwehr (Schlauchboote) ein und dann die Bergrettung mit einer technischen Bergung, um schließlich die Verletzten dem Weißen Kreuz und Roten Kreuz zu Übergeben. Teams und Verletzte wurden vom 4. Aves-Altair-Regiment per Hubschrauber transportiert.

Die Wasserrettung wartet auf ihren Einsatz. Foto: Alan Bianchi

Kinder verschwunden

Am Sonntag stand folgendes Szenario auf dem Plan: Der Begleiter einer Jugendgruppe eines Überlebenskurses eröffnete einen Einsatz zum Verschwinden von 4 Kindern seiner Gruppe, die nach der Nachtwanderung nicht am vereinbarten Treffunkt ankamen. Die Gruppe von 16 Jugendlichen hatte am Vorabend gegen 18.00 Uhr in der Nähe der Zizner Hütte gelagert, nachdem sie vom NATO-Stützpunkt über Rodeneck aufgestiegen waren.

Dieses Szenario konzentrierte sich mehr auf die Suchaktion per Luft und per Land. Nachdem die Kinder lokalisiert und gefunden worden waren, wurden sie per Hubschrauber der Sezione Aerea der Finanzwache von Bozen zurückgeflogen.

stol

stol