Samstag, 05. Oktober 2019

Freiwillige Arbeitseinsätze: Erntedankfest der Helfer

Das Danken stand auch heuer im Mittelpunkt der traditionellen Erntedankfeier des Vereins Freiwillige Arbeitseinsätze im Sarner Bürgerhaus. Lob und Dank für die freiwilligen Helfer kamen nicht nur vom Obmann des Vereins Georg Mayr und von der Landesrätin Waltraud Deeg, sondern auch von den Bäuerinnen und Bauern selbst.

Der Verein Freiwilliger Arbeitseinsätze feierte am Samstag das Erntedankfest.
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Der Verein Freiwilliger Arbeitseinsätze feierte am Samstag das Erntedankfest. - Foto: © bergbauernhilfe


2.095 freiwillige Helfer haben sich in diesem Jahr für einen freiwilligen Arbeitseinsatz angemeldet. „Nach knapp 2.000 Freiwilligen vor zwei Jahren und 1.957 im letzten Jahr hat damit das Interesse, auf den Wiesen, im Stall, im Haus oder bei der Betreuung von Kindern, alten und kranken Menschen mitzuhelfen, wieder zugenommen. Relativ konstant geblieben sind mit 19.048 die Einsatztage“, berichtete Georg Mayr, der Obmann des Vereins Freiwillige Arbeitseinsätze.

Die Zahlen

Nach wie vor stammt mit knapp 70 Prozent der Großteil der Helfer aus Deutschland. Die heimischen Freiwilligen machen etwa 15 Prozent aus: Sie kommen vor allem aus den Bezirken Bozen, Eisacktal, Pustertal und Unterland. Elf Prozent der freiwilligen Helfer stammen aus italienischen Regionen. Die Zahl dieser Helfer hat um 5,5 Prozent zugenommen. 2019 waren mit 53 Prozent etwas mehr Männer als Frauen auf den Höfen im Einsatz. Beim Alter stellen die Helfer bis 30 Jahren die stärkste Gruppe dar. Aber auch die 60-Jährigen und die 70-Jährigen waren mit je 22 Prozent stark vertreten.

Leicht rückläufig ist heuer die Zahl der Gesuchsteller: Haben im Rekordjahr 2016 noch 350 Bergbäuerinnen und Bauern um freiwillige Helfer angesucht, waren es 2019 lediglich 294. Die meisten Höfe, auf denen Freiwillige mithelfen, gibt es im Vinschgau, gefolgt vom Burggrafenamt und dem Pustertal.

Helfer im Mittelpunkt

Neben den Zahlen, die heuer auf der Erntedankfeier präsentiert wurden, stand aber der Dank für die Freiwilligen im Mittelpunkt. Georg Mayr ist von der großen Solidarität, die den Bergbauern in Südtirol entgegengebracht wird, immer wieder beeindruckt. „Besonders ist für mich immer wieder, dass manche Helfer schon über zehn Jahre aktiv dabei sind und viele mehr als 30 Tage im Jahr den Bergbauern helfend zur Seite stehen. Zudem gibt es viele Freiwillige, die bereit sind, spontan einzuspringen, wenn kurzfristig Hilfe gebraucht wird. Die sozialen Medien wie Facebook machen es möglich bzw. leichter, kurzfristige Hilfeaufrufe zu veröffentlichen und potentielle Helfer innerhalb kurzer Zeit für einen Einsatz auf einem Bergbauernhof zu gewinnen.“
Bäuerin Margit Kaserer dankte den Freiwilligen stellvertretend für die Bergbauern. Sie zeigte sich tief gerührt von der schnellen Hilfe durch den Verein und der großen Hilfsbereitschaft, die ihr nach dem frühen Tod ihres Partners entgegengebracht wurde. „So fasst man wieder Mut und Kraft weiter zu machen“.

stol