Was als erotisches Spiel unter Unbekannten im Netz beginnt, endet als Albtraum: Immer wieder passiert es, dass über soziale Netzwerke intime Filme und Bilder ausgetauscht werden – im Vertrauen natürlich, dass beide Spaß an der Sache haben. <BR /><BR />Allerdings ist es häufig so, dass handfeste finanzielle Interessen mittels Erpressung dahinter stehen. „Geld gegen Intimaufnahmen“ lautet der Deal. Die Postpolizei empfiehlt, vorsichtig mit solchen Freundschaften umzugehen und Geldforderungen zu ignorieren. <h3> Der Trick mit der Webcam</h3>„Dieses Phänomen gibt es seit längerem, aber noch immer gibt es Erpressungsopfer“, sagt Ivo Plotegher, Leiter der Post- und Kommunikationspolizei Südtirol. Die Masche ist immer dieselbe: Kriminelle erstellen gefälschte Profile, letzthin seien auffällige weibliche Persönlichkeiten gemeldet worden. Diese schicken dann eine Freundschaftsanfrage, häufig gekoppelt mit einer persönlichen Nachricht an das Opfer. <BR /><BR />Wird die Freundschaftsanfrage bestätigt, beginnt das erotische Spiel. „Es kommt so weit, dass das Opfer ein erotisches Video der vermeintlichen neuen Freundin erhält. Dann wird der neue digitale Freund gebeten, seine Webcam zu aktivieren und sich selbst in erotischen Posen oder beim Masturbieren zu zeigen“, erklärt Plotegher. <BR /><BR /><BR /><BR />Wer darauf eingeht, ist schon Opfer eines Cyberverbrechens. Wenig später folgt das böse Erwachen in Form einer Nachricht: Es kommen Geldforderungen. „Sonst wird das Video im Internet verbreitet“, drohen die Kriminellen. „In letzter Zeit wurden auch Fälle, gemeldet, wo Fotos oder Filme mit Hilfe von Videobearbeitung produziert wurden – es sich also um reine Foto- oder Videomontagen handelt“, sagt Plotegher. <BR />Wer nicht bezahlt, riskiert, dass die Bilder und Videos ins Netz gestellt werden. „Es ist aber auch so, dass viele Seitenbetreiber mittlerweile solche Filme in kürzester Zeit löschen und auch die Opfer die Entfernung der Aufnahmen verlangen können“, erläutert Plotegher. <BR /><BR />Zahlen sei aber nicht die sichere Variante: Oft würden die Bilder trotzdem verbreitet. Die Postpolizei rät daher, im Internet und vor allem in den Sozialen Netzwerken einige Regeln einzuhalten. Zu allererst gilt: Keine Freundschaften annehmen, die man im realen Leben nicht pflegt. Wenn man im Internet kommuniziert, ist es ratsam, keine kompromittierenden Bilder oder Videos zu verschicken. „Vergessen Sie nicht: Über jedes Bild, das im Netz verbreitet wird, verliert man die Kontrolle. Jede Veröffentlichung im Internet sollte sorgfältig abgewogen werden“, sagt Plotegher.<BR />