Betroffen sind nicht nur Küstenregionen, sondern auch Seen, Flüsse und andere Binnengewässer. Ein großer Teil der Badeunfälle ereignete sich an frei zugänglichen Stränden ohne Aufsicht von Rettungsschwimmern.<BR /><BR />Auffällig ist die Verteilung nach Alter und Geschlecht: Mehr als 80 Prozent der Opfer waren Männer. Und: Fast jede dritte verunglückte Person war über 65 Jahre alt, während rund 23 Prozent Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene bis 24 Jahre waren. Vergleichsweise geringer, aber aus Sicht der Experten besonders alarmierend, ist die Zahl der tödlichen Unfälle in Schwimmbädern. Dort kamen innerhalb von zwei Jahren 37 Menschen ums Leben. Die Mehrheit der Opfer waren Kinder und Jugendliche. <BR /><BR />Als häufigste Ursache von Badeunfällen nennen die Experten gesundheitliche Notfälle im Wasser. Viele Opfer erlitten demnach offenbar Kreislaufprobleme oder andere medizinische Komplikationen. Weitere häufige Unfallursachen waren Stürze ins Wasser, starker Wellengang sowie Schwierigkeiten, gegen Strömungen anzuschwimmen und das Ufer wieder zu erreichen.<BR /><BR />Besondere Aufmerksamkeit gilt sogenannten Rückströmungen, die Schwimmer plötzlich vom Ufer wegziehen können und als eine der gefährlichsten Ursachen im Meer gelten. In rund sechs Prozent der Fälle wurden zudem klare Warnhinweise wie rote Flaggen oder Sperrungen missachtet.<BR /><BR />Die Experten sehen dringenden Handlungsbedarf bei der Prävention. Neben mehr Aufklärung fordern sie bessere Kenntnis über Strömungen, Wetterbedingungen und Risiken im Wasser. Ihr Appell zum Sommerstart: Nur an bewachten Stränden baden, Warnsignale strikt beachten und Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen – viele der 604 Todesfälle wären durch umsichtiges Verhalten vermeidbar gewesen.